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Doppelpass: De Maizière zuversichtlich für Kompromiss

CDU-Minister: Optionspflicht nicht gänzlich abschaffen

Trotz der Koalitionsdebatte über die doppelte Staatsbürgerschaft rechnet Bundesinnenminister De Maizière (CDU) in absehbarer Zeit mit einer Lösung.

Berlin - Er sei "ganz zuversichtlich", dass ein "vernünftiger Kompromiss" gefunden werde, sagte de Maizière im Interview der Woche des Deutschlandfunk. Zugleich betonte er mit Blick auf die Forderung von SPD-regierten Ländern, dass die vollständige Aufhebung der Optionspflicht nicht im Koalitionsvertrag vereinbart worden sei.

Mehrere von SPD und Grünen regierte Bundesländer setzen sich für eine vollständige Abschaffung der Optionspflicht für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern ein. Ein entsprechender Gesetzentwurf soll voraussichtlich in den Bundesrat eingebracht werden.

Bislang müssen sich viele in Deutschland geborene Kinder von Ausländern zwischen dem 18. und dem 23. Lebensjahr zwischen dem deutschen Pass und der Staatsangehörigkeit ihrer Eltern entscheiden. Die große Koalition hat sich auf eine Reform dieser Regelung verständigt; demnach soll die Optionspflicht für in Deutschland geborene und aufgewachsene Kinder entfallen. Was genau unter den Begriff "aufgewachsen" fallen soll, wird derzeit in der Koalition diskutiert.

De Maizière sagte, er sei für jeden Vorschlag offen, "der das Kriterium ´wann ist jemand in Deutschland aufgewachsen´ so umschreibt, dass wir möglichst wenig Bürokratie haben". In 90 Prozent der Fälle könne dies mit einem Abgangszeugnis einer deutschen Schule nachgewiesen werden. Dies sei Teil seines Vorschlags.

(xity, AFP)


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