Donaufähre mit drei Menschen an Bord bei Mariaposching gesunken

Männer retten sich schwimmend ans Ufer - Boot mit Fahrzeugen blockiert Fahrrinne

Auf der Donau bei Mariaposching in Bayern ist eine kleine Pendelfähre gesunken.

Staubingen - Die zwei Fahrgäste und der Schiffsführer retteten sich bei dem Unglück am Dienstag nach Angaben der Polizei in Straubing trotz starker Strömung ans Ufer. Sie kamen leicht unterkühlt in Krankenhäuser. Warum das Boot während der Überfahrt plötzlich sank, war zunächst unklar.

Nach Angaben der Beamten musste wegen des in der Mitte des Fahrrinne liegenden Wracks der gesamte Schiffsverkehr auf dem betroffenen Donau-Abschnitt gestoppt werden. Die Bergung der Fähre und der beiden an Bord befindlichen Fahrzeuge gestalte sich "äußerst schwierig", erklärten sie. Fachleute des Wasserschifffahrtsamts seien vor Ort, um die bestehenden Möglichkeiten zu klären.

Auf der Fähre waren ein 61- und ein 65-jähriger Fahrgast mit einem Traktor samt Anhänger sowie einem Kleintransporter, außerdem noch der 28-jährige Fährmann. Kurz nach dem Ablegen begann das Boot langsam zu sinken, wobei der Kleintransporter nach Angaben der Polizei rund 200 Meter flussabwärts abgetrieben wurde. Die Staatsanwaltschaft in Regensburg und die Wasserschutzpolizei nahmen die Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Die 18 Meter lange Fähre verkehrt im Auftrag des Landkreises Straubing-Bogen zwischen Mariaposching und Stephansposching. Sie ist für Fußgänger, Radfahrer, Autos und Lkw gedacht. Zur Bergung der Fähre und der Fahrzeuge werden den Beamten zufolge ein Spezialboot sowie Berufstaucher benötigt. Demnach sind die Auswirkungen auf den Schiffsverkehr überschaubar. Aufgrund von Arbeiten an den Donauschleusen sind derzeit nur wenige Schiffe unterwegs.

(xity, AFP)