Doktorsburg hat Raum für Ideen

Seit 1977 Seniorenzentrum

1977 wurde die „Doktorsburg“ zur Seniorenbegegnungsstätte der Stadt Leverkusen.

Leverkusen - 1977 wurde die „Doktorsburg“ zur Seniorenbegegnungsstätte der Stadt Leverkusen. Seit 45 Jahren bietet das historische Gebäude am Stadtpark ein breit gefächertes Kursangebot für Seniorinnen und Senioren. Von Schnitzkursen bis zum Bingo-Spielenachmittag stehen hier für unterschiedliche Interessen Angebote auf dem Programm. „Nach den notwendigen Schließungen in der Pandemie ist die Nutzung in der letzten Zeit jedoch zurückgegangen“, bedauert Sabine Willich, als Fachbereichsleiterin Soziales für die Doktorsburg zuständig. „Wir wollen deshalb aktiv darauf aufmerksam machen, dass dieses Haus viele Möglichkeiten bietet.“

Auf zwei Etagen stehen Kursräume unterschiedlichster Größe sowie eine Werkstatt zur Verfügung. Derzeit sind die Räume knapp zur Hälfe mit Angeboten belegt. So treffen sich montags die Schreiner und es werden Gesundheitsinformationen und Yoga angeboten. Dienstags stehen Sprachkurse auf dem Programm und der Briefmarken- bzw. Münzverein trifft sich. Mittwochs gibt es ein weiteres Sprachangebot, Skat und eine COPD-Gruppe. Donnerstags wird geschreinert, mit Aquarellfarben gemalt und das Gedächtnis trainiert. Freitagvormittags suchen die Schnitzer derzeit neue Interessentinnen und Interessenten. Samstags trifft sich der Münzverein und im Dezember ist eine Weihnachtsfeier geplant.

„Es stehen allerdings noch einige Zeitfenster zur Verfügung, die mit neuen Angeboten gefüllt werden können“, ermutigt Petra Küppers, die die Doktorsburg betreut. „Wer ein Hobby hat, das sie oder er mit anderen teilen möchte, nimmt einfach mit mir oder meiner Kollegin Kontakt auf und wir klären dann, wie sich das hier verwirklichen lassen könnte.“ Für den benötigten Raum müsste lediglich eine Miete von 15 Euro monatlich aufgebracht werden. Wie sich die Gruppen organisieren, bleibt den Initiatorinnen und Initiatoren überlassen, für das Seniorenzentrum muss allerdings ein/e verantwortliche/r Ansprechpartner/in benannt werden.

„Wir hatten hier schon Handarbeitszirkel und Tanzkurse. Ich kann mir aber auch Angebote vorstellen, bei denen sich Leverkusenerinnen und Leverkusener finden, die ihre Familiengeschichte niederschreiben wollen“, regt Sabine Willich an. „Senioren heutzutage sind aktiv und haben oft viele Interessen. Warum sie nicht mit anderen Menschen teilen?“