Dörrie drehte Fukushima-Film mit Angst vor Strahlenbelastung

Regisseurin: "Staub und Dreck wirbelten wochenlang durch die Luft"

Die Filmemacherin Doris Dörrie ist beim Dreh ihres neues Spielfilms im japanischen Fukushima ständig von Angst vor einer Strahlenbelastung verfolgt worden.

Berlin - "Staub und Dreck wirbelten wochenlang durch die Luft. Wir hatten Angst", sagte Dörrie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Samstag. Mit Dosimetern habe das Team "immer wieder die Strahlenbelastung gemessen".

Besonders nah ging der Regisseurin bei den Dreharbeiten für den am Donnerstag gestarteten Kinofilm "Grüße aus Fukushima" der Besuch in Notunterkünften. Die japanische Regierung wolle fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe, dass die Menschen in ihre Häuser zurückziehen. "Aber da ist keine Infrastruktur, nichts, und der Boden ist weiterhin radioaktiv belastet. Was sollen die alten Leute dort?"

(xity, AFP)