26.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Dienst in der Bundeswehr soll attraktiver werden

Dienst in der Bundeswehr soll attraktiver werden

Bundestag beschließt bessere Bezahlung

Der Dienst in der Bundeswehr soll attraktiver werden.

Berlin - Der Bundestag verabschiedete ein Maßnahmenbündel von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) mit dem sperrigen Namen Bundeswehr-Attraktivitätssteigerungsgesetz. Vorgesehen sind darin unter anderem Verbesserungen für die Soldaten bei der Arbeitszeit, der Bezahlung und der sozialen Absicherung. Dafür stimmten die Abgeordneten der Regierungsfraktionen von Union und SPD, die Grünen enthielten sich, die Linke war dagegen.

Hintergrund der Initiative sind sinkende Bewerberzahlen aufgrund der demografischen Entwicklung sowie die Tatsache, dass die Bundeswehr nach dem Ende der Wehrpflicht mit anderen Arbeitgebern um den Nachwuchs konkurrieren muss. CDU, CSU und SPD hatten deswegen in ihrem Koalitionsvertrag eine Attraktivitätsoffensive für die Bundeswehr vereinbart.

Von der Leyen liegt insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf am Herzen. So soll von 2016 an für Soldaten "im Grundbetrieb" die 41-Stunden-Woche gelten, um eine bessere Planbarkeit von Dienst und Freizeit zu gewährleisten. Teilzeitarbeit soll künftig leichter möglich sein. Soldaten, die einsatzbedingt nicht bei ihren Familien sein können, sollen "in familiären Notfällen" durch Familien- und Haushaltshilfen unterstützt werden.

Vorgesehen ist außerdem eine verbesserte Bezahlung und soziale Absicherung. Die Kosten für die Maßnahmen werden mit rund 300 Millionen Euro pro Jahr angegeben.

(xity, AFP)


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