24.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> "Die Tänzerin von Auschwitz"

"Die Tänzerin von Auschwitz"

Lesung in der Krefelder Villa Merländer

Im Krefelder NS-Dokumentationszentrum in der Villa Merländer, Friedrich-Ebert-Straße 42, liest Paul Glaser am Donnerstag, 23. April, um 19.30 Uhr aus "Die Tänzerin von Auschwitz" vor.

Krefeld - Der Niederländer entdeckte unter Ausstellungstücken in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz einen Koffer seiner Tante Rosa Glaser. Anhand von Tagebüchern und Briefen, Dokumenten und Zeitzeugenberichten folgte er den Spuren seiner Tante. Mit Beginn der Deportationen tauchte Roosje 1942 unter, wurde verraten und in das Durchgangslager Westerbork gebracht. Über das KZ Herzogenbusch gelangte sie im September 1943 nach Auschwitz. Dort musste sie medizinische Experimente erdulden, wurde gezwungen, andere Gefangene zur Gaskammer zu begleiten und die Toten wieder herauszuholen. Später wurde sie zur Zwangsarbeit in eine Munitionsfabrik abgestellt. Dort lernte sie einen SS-Offizier kennen. Ihm schlug sie vor, für SS-Leute zu singen und zu tanzen, und sie begann sogar, ihren Peinigern Tanzunterricht zu geben. Letztlich überlebte sie die KZ-Haft.

Der Eintritt zum Vortrag ist kostenfrei. Das Platzangebot in der Villa Merländer ist begrenzt. Sitzplätze können reserviert und bis zu 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung freigehalten werden. Eine Anmeldung ist möglich unter Telefon 02151 503553 (Anrufbeantworter, Telefonnummer angeben) oder per E-Mail ingrid.schupetta@krefeld.de. Die ehemalige Villa des 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordeten jüdischen Kaufmanns Richard Merländer beherbergt heute das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Krefeld.


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