16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Die Super Troopers sind zurück

Die Super Troopers sind zurück

Platter Humor und dämliche Story inklusive

17 Jahre nach dem ersten Teil kehren die verpeilten Trooper wieder zurück auf die Leinwand. Äußerst platter Humor und eine dämliche Handlung drängen die Frage auf, ob das wirklich hätte sein müssen.

Düsseldorf - Während die Grenze zwischen Mexiko und den USA ein heißes Pflaster ist, glänzt die Grenze zwischen Kanada und den USA durch nahezu langweilige Umstände. Aber das ändert sich: Da eine Grenzmarkierung falsch gesetzt wurde, gehört nun eine frankokanadische Stadt plötzlich zum US-Terrain. Das führt zu internationalen Konflikten, und wer steckt natürlich mittendrin? Richtig - die Super Troopers.

Denn die eigentlich suspendierten Highway Patrol Officers des US-Staates Vermont, Thorny (Jay Chandrasekhar), Farva (Kevin Heffernan), Rabbit (Erik Stolhanske), Foster (Paul Soter) und Mac (Steve Lemme), kriegen einen neuen Auftrag: Gouverneurin Jessman (Lynda Carter) und Captain O'Hagan (Brian Cox) geben den Officers die Möglichkeit, ihren Mist, den sie gebaut haben, wieder auszubügeln, indem sie die Polizeiwache der neu hinzugekommenen Stadt besetzen und für Recht und Ordnung sorgen sollen.

Kaum jemand hat nach einer Fortsetzung verlangt, niemand hat sie erwartet, und trotzdem kommt sie nun in die Kinos. Derselbe Regisseur (Jay Chandrasekhar), der auch eine der Hauptrollen übernimmt, und derselbe, logischerweise in die Jahre gekommene Cast. Während "Super Troopers - Die Superbullen" noch einigermaßen witzig und unterhaltend war, nervt das Sequel nur. Denn statt sich selbst mehr auf die Schippe zu nehmen, stürzt sich die kaum vorhandene Geschichte auf so ziemlich alle naheliegenden Klischees. Das hat vielleicht noch Anfang der 2000er-Jahre funktioniert, wirkt heutzutage aber irgendwie recht deplatziert.

Vor allem, dass sich Männer und Frauen, die sich alle auf die 50 zubewegen, noch immer über Witze weit unter der Gürtellinie amüsieren und es über eineinhalb Stunden zelebrieren, zeugt von einer fehlenden Einschätzung des Publikums. Denn es reicht einfach nicht mehr, Plattitüden und bodenlosen Fäkalhumor in einen Film zu packen. Gerade dann nicht, wenn der Plot selbst so dünn und gerade zu dämlich daherkommt.

Jay Chandrasekhar hätte eigentlich aus seinen Erfahrungen mit US-Serien wie "New Girl" lernen müssen, dass sich die Zeiten und mit ihnen der Zuschauer verändert haben. Stattdessen setzt er voll darauf, dass Fans des Originalfilms auch von der Fortsetzung begeistert sein werden. Zwar kommen in seltenen Momenten Retro- Gefühle auf, gerade auch, weil der ursprüngliche Cast komplett wieder dabei ist, aber das war's dann auch schon.

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