20.01.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Die Lizenz zum Schatzsuchen

Die Lizenz zum Schatzsuchen

Hobbyarchäologen Antragspflicht im Kreis Steinfurt

Moderne Schatzsucher sind immer häufiger auch im Kreis Steinfurt unterwegs: Mit einem Metalldetektor und einer Schaufel unter dem Arm suchen die sogenannten Sondengänger nach Wertgegenständen im Boden.

Kreis Steinfurt - Da Metalldetektoren ein beliebtes Weihnachtsgeschenk sind, weist die Obere Denkmalbehörde des Kreises Steinfurt jetzt darauf hin, dass für deren Nutzung eine denkmalrechtliche Genehmigung Voraussetzung ist.

Wer auf eigene Faust mit einem Metalldetektor nach verborgenen Schätzen im Boden sucht oder dabei – meist ohne bösen Willen – empfindliche Funde unsachgemäß ausgräbt oder zerstört, muss mit Geldstrafen rechnen. Dabei ist legales Finderglück leicht zu haben: Ein formloser Antrag auf Grabungserlaubnis an Rabea Everwand von der Oberen Denkmalbehörde des Kreises Steinfurt reicht aus. Der Sondengänger muss dazu auf Karten im Maßstab von 1:25.000 bis 1:5.000 die Flächen, die er mit der Sonde begehen möchte, markieren. Geeignete Karten sind kostenfrei im Internet unter www.tim-online.nrw.de zu finden. Beim Erstantrag dürfen bis zu 15 Flächen angegeben sein, die allerdings innerhalb einer Kommune liegen sollten. Die Erlaubnis gilt zunächst für ein Jahr und muss beim Schatzsuchen immer mit sich geführt werden. Die Verwaltungsgebühr für die Beantragung beträgt 75 Euro. Darüber hinaus müssen Sondengänger das Betretungsrecht mit den Eigentümern der Flächen abklären. Wälder und Grünland sind nicht genehmigungsfähig.


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