19.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> DGB fordert Mindestlohn-Hotline in Krefeld

DGB fordert Mindestlohn-Hotline in Krefeld

Dumping-Löhne keine Chance

Um den beschlossenen gesetzlichen Mindestlohn wirksam zu kontrollieren, fordert der DGB die Einführung einer offiziellen Hotline.

Krefeld - "Wenn Betriebe ab Januar nächsten Jahres den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde nicht zahlen, sollen Beschäftigte in Krefeld so die Möglichkeit bekommen, Verstöße zu melden. Damit wird es Arbeitgebern deutlich schwerer gemacht, den Mindestlohn zu umgehen“, so DGB-Vorsitzender Ralf Köpke.

Für den DGB steht fest, dass der gesetzliche Mindestlohn nur dann wirkt, wenn er nicht illegal umgangen wird. Er muss tatsächlich überall gezahlt werden. ,,Dazu müssen wir die ,,schwarzen Schafe‘‘ überführen.

Es wird mit Sicherheit Arbeitgeber geben, die sich nicht an das Gesetz halten. Wir müssen verhindern, dass diese Dumpinglohn-Chefs sich auf Kosten ihrer Beschäftigten einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Eine Melde-Hotline, an die sich Betroffene bei Mindestlohn-Verstößen vertraulich wenden könnten, biete hier eine gute Abschreckung. Wenn den Chefs die Kontrollgefahr im Nacken sitzt, werden sie sich gut überlegen, ob sie ihren Beschäftigten den Mindestlohn vorenthalten“, so Köpke.

Der DGB ermuntert die Beschäftigten in Krefeld, den Mindestlohn künftig aktiv einzufordern. Selbstbewusste Arbeitnehmer sind das beste Mittel gegen Lohnwillkür. Mit dem vom Bundestag beschlossenen Gesetz sei der Mindestlohnanspruch klipp und klar fest geschrieben und den Arbeitnehmern der Rücken gestärkt worden. Jedem Chef müsse jetzt unmissverständlich deutlich gemacht werden: "Ab 1. Januar 2015 ist ein Stundenlohn unter 8,50 Euro illegal“, soKöpke. Wenn Arbeitgeber dann mit Repressalien drohten oder sich trotzdem weigerten zu zahlen, ist eine Mindestlohn-Hotline ein wirkungsvolles Mittel.

Kritisch sieht der DGB weiterhin die Ausnahmen beim Mindestlohn. "Vom Langzeitarbeitslosen über die unter 18-Jährige bis zur Saisonkraft: Die Menschen, die künftig nicht auf 8,50 Euro pro Stunde für ihre Arbeit kommen sollen, sind die Verlierer‘‘, so Köpke.


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