24.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Deutschland muss Erben von Kaufhauskette entschädigen

Deutschland muss Erben von Kaufhauskette entschädigen

Knapp 50 Millionen Euro für Schocken-Nachkommen

Die US-Streitkräfte haben erstmals in diesem Jahr Drohnenangriffe in Pakistan geflogen und damit die Spannungen zwischen Washington und Islamabad verschärft.

Berlin - Deutschland muss den Erben der früheren jüdischen Eigentümer der Kaufhauskette Schocken rund 30 Millionen Euro Entschädigung zahlen, weil das Unternehmen den einstigen Besitzern 1938 unrechtmäßig entzogen wurde. Das entschied das Verwaltungsgericht Berlin in einem nun veröffentlichten Urteil Ende Mai. Wegen eines zusätzlichen Zinsanspruchs für NS-Verfolgte wird ein Gesamtbetrag von knapp 50 Millionen Euro fällig.

Die Schocken-Unternehmensgruppe betrieb nach Angaben des Gerichts vor dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland zahlreiche Kaufhäuser, vor allem in Sachsen, aber auch in westdeutschen Städten und in Schlesien. Im Zuge der sogenannten Arisierung verloren die jüdischen Eigentümer die Häuser.

Besonders bekannt ist das 1930 eröffnete Kaufhaus in Chemnitz, das der Architekt Erich Mendelsohn entworfen hatte. In dem Gebäude ist seit Mai 2014 das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz untergebracht. Im Zusammenhang mit der Privatisierung dieses Hauses seien bereits in den 90er-Jahren etwa 30 Millionen Mark Entschädigung gezahlt worden, erklärte das Gericht.

Eine Revision gegen die jüngste Entscheidung wurde nicht zugelassen. Dagegen kann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht eingelegt werden.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH