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Deutschland hat mit die höchsten Gesundheitsausgaben

Vergleich unter Industrieländern

Deutschland hat gemessen an der Wirtschaftsleistung mit die höchsten Gesundheitsausgaben im Vergleich zu anderen Industrieländern.

Berlin - Im Jahr 2012 lagen die öffentlichen und privaten Ausgaben für Gesundheit in der Bundesrepublik bei 11,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und damit zwei Prozentpunkte über dem Durchschnitt der OECD-Länder, wie das Berliner Büro der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mitteilte.

Nur in den Vereinigten Staaten (16,9 Prozent), den Niederlanden (11,8 Prozent), Frankreich (11,6 Prozent) und der Schweiz (11,4 Prozent) lag der Anteil noch höher.

Der öffentliche Sektor finanziert in den meisten OECD-Staaten den Großteil der Gesundheitsausgaben. Dies trifft auch auf Deutschland zu, wo der Anteil der öffentlichen Hand mit 77 Prozent leicht über dem OECD-Schnitt von 72 Prozent liegt.

Alles in allem wachsen die Gesundheitsausgaben der OECD-Länder wieder. Der Anstieg bleibt aber weit unter dem aus der Zeit vor der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise. Gerade bei den europäischen Krisenländern sinkt der Anteil der Gesundheitsausgaben an der Wirtschaftsleistung nach wie vor.

Die OECD hat auch Daten zur Gesundheitssituation und zu Risikofaktoren in den jeweiligen Ländern verglichen. 2012 lag die Lebenserwartung bei Geburt für die gesamte Bevölkerung in Deutschland demnach bei 81,0 Jahren und damit um nahezu ein Jahr über dem OECD-Durchschnitt. Unter den OECD-Ländern ist die Lebenserwartung in Japan mit 83,2 Jahren am höchsten, gefolgt von Island (83,0 Jahre) und der Schweiz (82,8 Jahre).

Wie in vielen anderen OECD-Staaten ist der Anteil der Erwachsenen, die täglich rauchen, auch in Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten zurückgegangen. Zugleich hat die Fettleibigkeit zugenommen. In Deutschland waren im Jahr 2009 den Angaben zufolge 14,7 Prozent der Erwachsenen fettleibig. Damit liegt die Bundesrepublik etwas unter dem OECD-Durchschnitt von 15,4 Prozent im Jahr 2011 und bei knapp der Hälfte des "dicksten" OECD-Mitglieds: Mit 28,6 Prozent waren die Fettleibigkeitsrate in den Vereinigten Staaten 2012 mit Abstand am höchsten.

(xity, AFP)


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