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Deutschland droht wegen Flugsicherheit EU-Verfahren

Kritik an Gesundheitsüberprüfungen von Piloten

Deutschland gerät wegen Kritik an unzureichenden Gesundheitsüberprüfungen für Piloten international unter Druck.

Berlin - Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine im März in den französischen Alpen gerät Deutschland wegen Kritik an unzureichenden Gesundheitsüberprüfungen für Piloten international unter Druck. Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" droht die EU-Kommission damit, wegen der Mängel bei der Prüfung der Flugtauglichkeit noch im Juni ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland einzuleiten. Bereits im vergangenen Jahr, also noch vor dem Germanwings-Unglück, habe die Kommission Deutschland vorgeworfen, europäische Regeln nur unzureichend umzusetzen.

Die EU-Kommission bemängelt demnach unter anderem, dass Deutschland Daten über mögliche Erkrankungen von Piloten nicht mit deren Klarnamen an das Luftfahrtbundesamt weiterleitet. Der Absturz der Germanwings-Maschine war nach dem bisherigen Ermittlungsstand von dem Kopiloten des Flugzeugs mit Absicht herbeigeführt worden. Dieser war zuvor bereits unter anderem wegen Depressionen behandelt worden, konnte aber gleichwohl ein gültiges Tauglichkeitszeugnis vorweisen.

Kritik an den Prüfverfahren in Deutschland übte auch der Vizepräsident des Deutschen Fliegerarztverbands, Uwe Beiderwellen. "Jeder, der einen Jumbo fliegt, wird schlechter kontrolliert als ein Busfahrer", sagte er der "WamS". Zudem sei das Luftfahrtbundesamt personell unterbesetzt.

(xity, AFP)


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