16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Deutsche und Franzosen sehen Verhältnis als stabil an

Deutsche und Franzosen sehen Verhältnis als stabil an

Bürger wünschen sich Kooperation bei innerer Sicherheit

Einer Umfrage zufolge sieht eine Mehrheit der Deutschen und Franzosen das Verhältnis der beiden Ländern als stabil an.

Berlin - Deutsche und Franzosen wünschen sich eine noch stärkere Zusammenarbeit ihrer Ländern bei der Bekämpfung des Terrorismus. Das geht aus einer Umfrage von infratest-dimap und TNS-Sofres im Auftrag des Saarländischen Rundfunks und des Deutsch-Französischen Journalistenpreises hervor. Für 58 Prozent der Befragten in Deutschland und 57 Prozent in Frankreich ist die innere Sicherheit derzeit das zentrale Thema. Unterschiedlichen Stellenwert messen Deutsche und Franzosen hingegen der Flüchtlingspolitik zu - in Deutschland ist dies für 57 Prozent und in Frankreich für 24 Prozent sehr wichtig.

Die deutsch-französischen Beziehungen bezeichnen 60 Prozent der Befragten in Deutschland und 59 Prozent in Frankreich als stabil. Bei einer ähnlichen Umfrage vor einem Jahr meinten noch 75 Prozent der Franzosen, Deutschland gebe im Verhältnis zwischen beiden Ländern den Ton an. Dieser Ansicht waren damals auch 47 Prozent der Deutschen. Nur ein Fünftel der Befragten sind heute allerdings der Ansicht, die deutsch-französischen Beziehungen hätten sich in den vergangenen zwölf Monaten verbessert. Etwa jeder Zehnte sieht eher eine Verschlechterung.

Auf klare Ablehnung stößt bei den Franzosen die geplante Bildungsreform der französischen Regierung. Sie sieht unter anderem die Abschaffung der zweisprachigen Klassen sowie der besonderen Förderung des Deutschunterrichts vor. 59 Prozent der Befragten in Frankreich fänden diese Reform nicht so gut.

Gleichzeitig sind sich die Bürger beider Länder offenbar darüber einig, dass für den Umgang miteinander die Sprachkenntnis von großer Bedeutung ist. Jeweils sechs von zehn Wahlberechtigten halten es für sehr wichtig oder wichtig, dass die Sprache des Nachbarn gesprochen wird. Insgesamt wurden vom 18. bis 24. Juni jeweils rund 1000 Wahlberechtigte in beiden Ländern befragt.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH