Deutsche spendeten 2015 rund 5,5 Milliarden Euro

Flüchtlingskrise und Katastrophen steigern Hilfsbereitschaft

Die europäische Flüchtlingskrise sowie Naturkatastrophen haben die Spendenbereitschaft der Deutschen im vorigen Jahr deutlich erhöht.

Berlin - Das private Spendenaufkommen stieg um 11,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro und erreichte erneut einen Rekordwert, wie aus einer Studie der Beratungsfirma GfK für den Deutschen Spendenrat hervorgeht, die am Dienstag präsentiert wurde. Das Spendenaufkommen steigt seit mehreren Jahren kontinuierlich.

Im Jahresvergleich erhöhte sich das Spendenvolumen demnach vor allem im Themenbereich humanitäre Hilfe, zu dem Spenden wegen der Flüchtlingskrise sowie Katastrophenhilfe etwa nach dem Erdbeben in Nepal zählen. Es legte um 63 Prozent zu. Ein Plus gab es auch bei Spenden für Tierschutz und Sport, ein Minus in den Bereichen Kultur- und Denkmalpflege.

Der GfK-Untersuchung zufolge stiegen sowohl die Zahl der Spender als auch die Häufigkeit der Spenden pro Person und die durchschnittliche Spendenhöhe insgesamt leicht an. 47 Prozent der Deutschen engagierten sich ferner nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr für Flüchtlinge - davon 34 Prozent ausschließlich mit Sachspenden, rund acht Prozent durch finanzielle Zuwendungen und sechs Prozent in Form von ehrenamtlichem Engagement.

Insgesamt spendeten der Erhebung zufolge rund 22,7 Millionen Menschen an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Spenden von Unternehmen werden in der Zählung nicht erfasst.

(xity, AFP)