17.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Deutsche Schüler lösen Probleme durchschnittlich kreativ

Deutsche Schüler lösen Probleme durchschnittlich kreativ

PISA-Test untersucht Umgang mit Alltagsfragen

Die Leistungen deutscher Schüler beim "kreativen Problemlösungen" bewegen sich nach Erkenntnissen aus der PISA-Schulleistungsuntersuchung international auf einem durchschnittlichem Niveau.

Berlin - Im Ländervergleich seien sie im "guten Mittelfeld" zu verorten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Berlin mit. Sie lägen leicht über dem Schnitt der OECD-Mitgliedstaaten.

Bei der Auswertung ging es der OECD zufolge um die Fähigkeit zum Lösen von Alltagsproblemen, die mehr als das Abrufen von Schulwissen verlangen. Zu den Aufgaben aus dem interaktiven Test gehörte unter anderem, die Funktionsweise einer Klimaanlage durch das Bedienen von drei nicht beschrifteten Reglern zu erschließen. Eine weitere Prüfungs-Aufgabe bestand darin, die Arbeitsweise eines Staubsaugerroboters anhand seiner Bewegungen auf dem Bildschirm korrekt zu beschreiben.

Nach Angaben der OECD sind die Leistungen deutscher Schüler in diesem Bereich generell allerdings etwas niedriger, als dies angesichts ihrer Ergebnisse in den Testkategorien Mathe, Lesen und Naturwissenschaften zu erwarten gewesen wäre. Dies gelte insbesondere für das schwächste Drittel der Schülerinnen und Schüler am unteren Ende der Leistungsskala. Beim Problemlösen erreichten hierzulande nahezu 20 Prozent nicht das Basisniveau (Level 2), erklärte die Organisation. In Japan und Korea sind dies weniger als sieben Prozent.

Der Test zum "kreativen Problemlösen" fand nach Angaben der OECD während der jüngsten PISA-Runde 2012 parallel zur Hauptbefragung statt. Schwerpunkt damals war der Kompetenzbereich Mathematik. Die OECD organisiert die PISA-Studien alle drei Jahre, um das Leistungsniveau von 15-jährigen Schülern in dutzenden Ländern zu messen. Dabei liegt der Fokus der Analyse abwechselnd auf unterschiedlichen Leistungsbereichen.

Die OECD hatte im Jahr 2000 die ersten PISA-Ergebnisse veröffentlicht. Die Organisation will den nationalen Entscheidungsträgern damit Informationen über die Leistungsfähigkeit ihrer Schulsystemen zu liefern und indirekt Lerneffekte und Verbesserungen anregen. Der durch PISA ausgelöste Veränderungsdruck ist teilweise erheblich. In Deutschland löste das schlechte Ergebnis beim ersten Test den "PISA-Schock" aus und führte zu tiefgreifenden Reformen im Bildungs- und Schulbereich.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH