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Deutsche Medien solidarisieren sich "Charlie Hebdo"

Karikaturen und Todesanzeigen für Satireblatt

Mit nachgedruckten Karikaturen, Todesanzeigen oder einer Schweigeminute haben sich nach dem Anschlag auf das französische Satireblatt "Charlie Hebdo" viele deutsche Zeitungen mit den Opfern solidarisiert.

Berlin - Bei dem Angriff auf die Redaktion der Zeitung waren zwölf Menschen getötet worden, darunter mehrere Zeichner des bekannten Satire-Magazins sowie der Chefredakteur, Stéphane Charbonnier alias Charb.

Die "Frankfurter Rundschau" gestaltete ihre Titelseite wie eine schwarze Todesanzeige mit den Worten "Charlie Hebdo 7.1.2015" und fügte hinzu "Die Meinungsfreiheit bleibt". Schwarze Titelseiten mit dem Slogan "Je suis Charlie" (Ich bin Charlie) druckten auch die "Berliner Morgenpost" und die "tageszeitung". Die "Bild"-Zeitung gestaltete ihre gesamte letzte Seite in dieser Art.

Nach dem Anschlag auf das Satireblatt in Paris hatten sich am Mittwoch in der französischen Hauptstadt, aber auch in Berlin oder im Internet tausende Menschen mit dem Schriftzug "Je suis Charlie" mit der Zeitung und den Opfern solidarisch gezeigt. Der Vorstandschef des Axel-Springer-Verlags, Mathias Döpfner, rief die Mitarbeiter seines Hauses zu einer Schweigeminute auf.

Die Berliner Boulevardzeitung "B.Z." gestaltete ihre gesamte Vor- und Rückseite mit nachgedruckten Titelseiten von "Charlie Hebdo" und druckte die Schlagzeile "Vive la liberté" (Es lebe die Freiheit). Auch andere Blätter wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung", die "Berliner Zeitung" oder der ebenfalls in der Hauptstadt erscheinende "Tagesspiegel" druckten meist religionskritische Titelseiten und Karikaturen des Satireblattes nach.

Einen anderen Weg ging die "Sächsische Zeitung" aus Dresden: An der Stelle, an der üblicherweise auf der Titelseite eine Karikatur zu sehen ist, fanden die Leser am Donnerstag nur ein leeres Feld mit der Unterzeile: "So sähe es ohne Karikaturisten aus."

(xity, AFP)


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