Deutsche fühlen sich wieder weniger sicher vor Ansteckung mit Corona

BfR verzeichnet dennoch mehr Treffen mit Freunden und Familie

Die Angst vor einer Ansteckung mit Corona steigt wieder.

Mit den erneut steigenden Corona-Infektionszahlen wächst bei den Deutschen auch die Sorge, sich anzustecken. Nur 53 Prozent der Menschen fühlten sich sicher oder sehr sicher, dass sie sich vor einer Infektion schützen könnten, teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am Montag in Berlin mit. Mitte Juni waren es noch 62 Prozent gewesen.

Die große Mehrheit derjenigen, die das BfR für seinen "Corona-Monitor" befragte, achten weiterhin auf Sicherheitsmaßnahmen. So gaben 96 Prozent an, in den vergangenen zwei Wochen Maske getragen zu haben. Zwei Drittel der Befragten hielten weiter Abstand zu anderen Menschen. 88 Prozent befürworteten auch die von der Politik verhängten Regeln zu Abstand, Masken und Quarantäne als angemessen.

Dennoch unternehmen die Deutschen wieder mehr. "Die Anzahl derer, die angeben, ihr Zuhause seltener zu verlassen, ist jedoch in den letzten Wochen merkbar zurückgegangen und liegt derzeit bei 40 Prozent", erklärte BfR-Präsident Andreas Hensel. Nur noch 54 Prozent träfen sich seltener mit Freunden und Familie. Das BfR befragt in der Pandemie regelmäßig rund tausend Menschen zu ihren Einschätzungen.

© 2021 AFP