16.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Deutsche essen wochentags seltener zu Hause

Deutsche essen wochentags seltener zu Hause

Der eigene Herd bleibt meistens kalt

Das Mittagessen der Deutschen wird zumindest wochentags seltener auf dem eigenen Herd gekocht.

Nürnberg - Das ergab eine Studie des Marktforschungsinstituts GfK in Nürnberg. Der Anteil derjenigen, die an Werktagen üblicherweise mittags zu Hause essen, sank demnach in den vergangenen zehn Jahren um zwölf Prozentpunkte auf 56 Prozent.

Der Grund liegt den Marktforschern zufolge vor allem im Ausbau der Ganztagsbetreuung in Kindertagesstätten und Schulen gepaart mit veränderten Beschäftigungsformen bei mittleren Jahrgängen zwischen 30 und 49 Jahren. Beides zusammen führt statistisch zu einem Absinken der Quote.

Im Vergleich zu 2005 sank der Anteil der an Wochentagen mittags zu Hause mit Essen versorgten Drei- bis Fünfjährigen um 41 Prozent, der Anteil der Sechs- bis Neunjährigen um 33 Prozent. Während die 20- bis 29-Jährigen wie vor zehn Jahren unter der Woche ohnehin am seltensten zu Hause essen, näherte sich aber auch die Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen diesem Verhalten deutlich an.

Die GfK erklärt dies mit der hohen Beschäftigungsrate, der steigenden Mobilität während der Arbeit sowie der Tatsache, dass die Kindererziehung seltener als früher zu einer längeren Unterbrechung der Beschäftigung führt.

Die Marktforscher wiesen darauf hin, dass die Kontrolle über die Auswahl des Essens und die Nahrungsaufnahme von Kindern und Jugendlichen sich dadurch von den Familien hin zu einer "Dynamik unter Gleichaltrigen" verlagert habe. Jüngere erhielten dadurch unter der Woche "mehr Handlungsmöglichkeiten". Werde das Essen von zu Hause mitgegeben, könne es getauscht oder weggeworfen werden. Werde das Mittagessen in den Einrichtungen von Kindern selbst ausgewählt, hätten Eltern darauf keinen Einfluss.

(xity, AFP)


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