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Deutsche Behörden besorgt über türkischen Geheimdienst

"Spiegel": Mögliche Rolle bei Mord an PKK-Aktivistinnen

Der Mord an drei Aktivistinnen der kurdischen Arbeiterpartei PKK in Paris bereitet einem "Spiegel"-Bericht zufolge den deutschen Sicherheitsbehörden beträchtliche Sorgen. Es soll Hinweise auf Verbindungen zum türkischen Geheimdienst MIT geben. (Archivfoto)

Der Mord an drei Aktivistinnen der kurdischen Arbeiterpartei PKK im vergangenen Jahr in Paris bereitet einem "Spiegel"-Bericht zufolge den deutschen Sicherheitsbehörden beträchtliche Sorgen. Die deutschen Behörden hätten Dokumente und Tonaufzeichnungen analysiert, die den türkischen Geheimdienst MIT mit der Tat in Verbindung brächten, berichtete das Magazin.

Besonders ein im Januar im Internet aufgetauchtes Dokument, in dem die "Ausschaltung" einer der drei Aktivistinnen thematisiert werde, alarmiert demnach die Behörden. Es trägt dem Bericht zufolge ein authentisch erscheinendes Wasserzeichen des türkischen Geheimdienstes. Zudem enthalte seine Zeichnungsleiste Namen, die im MIT mit dem Thema PKK befasst seien. "Sollte es ein Fälschung sein, ist eine täuschend echte", zitierte das Magazin einen hochrangigen Beamten.

In Sicherheitskreisen hieß es laut "Spiegel", der deutsche Verfassungsschutz habe wegen des Verdachts, dass der MIT mit der Ermordung der drei kurdischen Aktivistinnen zu tun haben könnte, bereits seine Zusammenarbeit mit dem türkischen Geheimdienst eingeschränkt.

© 2014 AFP


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