Deutlich mehr Kurzarbeit in Düsseldorf

Ebenfalls Anstieg der Arbeitslosigkeit

Wieder deutlich mehr Düsseldorfer Unternehmen meldeten im Dezember 2020 Kurzarbeit für ihre Beschäftigten an.

Düsseldorf - Die Arbeitslosenquote betrug im Dezember unverändert zum Vormonat 8,0 Prozent. Im Dezember vor einem Jahr lag sie bei 6,5 Prozent. Im Dezember waren 1.856 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos. Die Arbeitslosenquote bei der Personengruppe der Jugendlichen liegt aktuell bei 6,3 Prozent. Im November lag sie bei 6,2 Prozent, vor einem Jahr bei 4,9 Prozent.

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) prognostiziert nach aktuellem Stand für die nächsten Monate bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit einen eher positiven Trend.

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung

Gegenüber dem Vorjahresquartal Juni 2019 ist die Zahl der Beschäftigten in Düsseldorf um 1,2 Prozent gestiegen (aktuellster Datenstand Juni 2020). Im Vergleich zum Vorquartal sank die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1,0 Prozent.

Unterbeschäftigung

Regelmäßig weist die Bundesagentur für Arbeit die Unterbeschäftigung aus. Die gesamte Unterbeschäftigung einschließlich der Zahl der gemeldeten Arbeitslosen betrug im Dezember 36.779 Personen. Die Unterbeschäftigungsquote, die unter anderem auch die Personen umfasst, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden, liegt aktuell bei 10,4 Prozent. Im Dezember 2019 lag sie bei 9,2 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Im Monat Dezember wurden der Agentur für Arbeit Düsseldorf 906 neue sozialversicherungspflichtige Stellen zur Besetzung gemeldet, 99 Stellen weniger als im Vormonat. Betrachtet man den Stellenbestand, also die Summe aller offenen Stellen, hat die Nachfrage nach Arbeitskräften insgesamt pandemiebedingt stark abgenommen. 3.584 Arbeitsstellen stehen für die Vermittlung aktuell zur Verfügung. Das sind 28,3 Prozent weniger als im Dezember 2019.

Kurzarbeit

Im Laufe des Monats Dezember haben 785 Betriebe für 19.824 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Im Monat November waren es 481 Betriebe für 5.344 Beschäftigte. „Durch Kurzarbeit erhalten Unternehmen und Betriebe eine Perspektive auf die Zeit nach Corona. Die weitere Entwicklung auf dem Düsseldorfer Arbeitsmarkt wird maßgeblich vom Verlauf des Infektionsgeschehens und den damit einhergehenden Folgen für viele Wirtschaftszweige abhängen“, so Birgitta Kubsch-von Harten.