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"Der Literarische Salon"

Lesung und Gespräch im Heinrich-Heine-Institut

Das Heinrich-Heine-Institut lädt am Donnerstag, 3. März, 19 Uhr in Kooperation mit dem Büro für Gleichstellung von Frauen und Männern der Landeshauptstadt Düsseldorf zu einer Lesung mit Gespräch unter dem Titel "Der Literarische Salon" ein.

Düsseldorf - Die Gäste an dem Abend im Lesesaal des Heinrich-Heine-Instituts, Bilker Straße 12-14, sind die Literaturkritikerin Traudl Bünger und die Schriftstellerin Felicitas Hoppe. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Sonderausstellung "Salonfähig - Frauen in der Heine-Zeit" statt.

Bis heute geht von den literarischen Salons des 19. Jahrhunderts eine besondere Faszination aus: Frauen und Männer diskutierten, musizierten und rezitierten miteinander ungeachtet der Standes- und Geschlechtergrenzen. "Heute kaum vorstellbar: Zur damaligen Zeit boten die literarischen Salons gebildeten, bürgerlichen Frauen eine der wenigen Möglichkeiten, ihre eigene Kreativität, aber auch eigene Gedanken und Werke vorzustellen", so die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Düsseldorf Elisabeth Wilfart. Im halböffentlichen Raum des Salons begegneten sich nicht nur Schriftsteller, Naturforscher, Politiker und Künstler unterschiedlichster Glaubensrichtungen.

Auch selbstbewusste Autorinnen wie George Sand, Germaine de Staël und Therese von Bacheracht fanden hier ihre Inspiration und ein Forum für ihr eigenes Denken und Schreiben. Im Zentrum dieser neuartigen Geselligkeit standen berühmte Salonièren, unter ihnen Rahel Varnhagen von Ense, Elise von Hohenhausen und Fanny Lewald. "Frauen sind schon immer nicht nur Musen, sondern auch Irritationsquellen für Schriftsteller gewesen. So auch für Heinrich Heine", betont Sabine Brenner-Wilczek, Direktorin des Heinrich-Heine-Instituts.

Die Veranstaltung im Heinrich-Heine-Institut geht den Fragen nach, welche Bedeutung Kontakte und Netzwerke mit schreibenden Kolleginnen heute haben? Welche Erfahrungen machten Frauen in der Rolle als öffentliche Schriftstellerin? Wie beeinflussen Autorinnen die öffentliche Wahrnehmung als Frau heute? Begleitet wird das Gespräch durch Lesungen von Felicitas Hoppe aus ihren Werken sowie Rezitationen von Briefwechseln und Texten aus der Heine-Zeit.


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