"Der goldene Hahn" feiert Premiere

Aufführung im Opernhaus Düsseldorf

Mit Rimski-Korsakows "Der goldene Hahn" feiert am Freitag, 15. April, um 19.30 Uhr im Opernhaus Düsseldorf eine in Deutschland selten aufgeführte Oper Premiere.

Düsseldorf - Regie führt erstmals an der Deutschen Oper am Rhein Dmitry Bertman. Der gebürtige Russe gründete 1990 die Moskauer Helikon-Oper und ist für seine unkonventionellen Aufführungen inzwischen in aller Welt bekannt. Mit hintergründigem Witz und viel Ironie nimmt Bertman in seiner Inszenierung Befindlichkeiten und Stimmungen aufs Korn, die zur russischen Mentalität gehören und alle politischen Zeiten überdauert haben. Unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober ist Boris Statsenko in der Rolle des König Dodon zu erleben, Antonina Vesenina alternierend mit Anna Grechishkina als Königin von Schemacha, Sami Luttinen als General Polkan, Cornel Frey in der Rolle des Astrologen und Eva Bodorová alternierend mit Monika Rydz als Der goldene Hahn. Zahlreiche weitere Ensemblemitglieder und der Chor der Deutschen Oper am Rhein ergänzen die große Besetzung, es spielen die Düsseldorfer Symphoniker.

Ein grotesker Deal zwischen einem Astrologen, einem mächtigen König und einer liebeskundigen Orientalin, der mit den unberechenbaren Manövern eines goldenen Hahns kollidiert - das muss "das reinste Märchen" sein. Mit dieser Bezeichnung übertitelte Nikolai Rimski-Korsakow seine 1909 in Moskau uraufgeführte Oper nach einem Märchen von Alexander Puschkin. Doch "Der goldene Hahn" ist weit mehr als eine Märchenvertonung: Mit seiner letzten Oper gelang Rimski-Korsakow eine witzige Politsatire, die als Reaktion auf das revolutionär aufgeladene Russland von 1905 entstanden ist.