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Delegation reist zu den Partnern in Kolumbien

Gemeinsam für Fairtrade-Schokolade

Vom 3. bis 11. Januar macht sich eine 24-köpfige Delegation unter Leitung von Landratsvertreter Jürgen Steinmetz auf den Weg nach Kolumbien.

Rhein-Kreis-Neuss - Der Gruppe gehören 21 Unternehmensvertreter aus dem Rhein-Kreis Neuss sowie Umweltdezernent Karsten Mankowsky und Planungsamtsleiter Marcus Temburg an. Ziele der Reise unter Mitwirkung und Vorbereitung von Roland Meißner sind vor allem die Hauptstadt Bogota sowie Solano im Amazonasgebiet, mit dem der Kreis eine Klimapartnerschaft pflegt, die von der Bundesregierung unterstützt wird. 
In Bogota trifft die Delegation unter anderem auf die Neusser Ordensschwester Johann Baptist Umberg, den kolumbianischen Umweltminister und den deutschen Botschafter. In Solano in der Provinz Caquetá wird eine Elektromobilitätsanlage gestartet und die Kakao-Produktion in Augenschein genommen. 
Voraussichtlich noch zwei Jahre müssen sich Schokoladen-Liebhaber im Rhein-Kreis Neuss gedulden, bis sie Fairtrade-Schokolade aus Solano kaufen können. Bis Ende 2016 soll der Zertifizierungsprozess abgeschlossen werden. Erst wenn alle Fragen vom Anbau über die Verarbeitung bis hin zur Logistik geklärt sind, kann die Schokolade als Fairtrade-Produkt in den Verkauf gehen. Ihre Vermarktung ist eines der Ziele der Klimapartnerschaft zwischen dem Rhein-Kreis Neuss und Solano. 
Die Klimapartnerschaft wurde 2013 im Rahmen eines Programms des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Servicestelle "Kommunen in der Einen Welt" ins Leben gerufen. Dabei setzen sich die Partner nicht nur für neue genossenschaftliche Strukturen beim Anbau von Fairtrade-Kakao ein, sie wollen auch mit dezentralen Solaranlagen für eine bessere Energieversorgung in Solano sorgen. So war Strom bisher nur täglich zwischen 18 und 22 Uhr verfügbar. Er wurde durch ein Dieselaggregat erzeugt. Erste Photovoltaikanlagen wurden bereits an öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel an Schulen installiert. Sie tragen deutlich zu einer besseren Energieversorgung bei. 
Kolumbiens Wirtschaft wuchs zwischen 2004 und 2007 durchschnittlich um 6,2 Prozent. Im Zuge der internationalen Wirtschaftskrise sank das Wachstum kurzfristig, konnte aber 2010 (4,4 Prozent) und 2011 (6,6 Prozent) wieder an die dynamische Entwicklung der Vorjahre anschließen. 2013 wurde ein Wachstum von 4,3 Prozent erzielt. Wachstumstreiber sind Bauwirtschaft und Landwirtschaft sowie die hohen ausländischen Investitionen, vor allem im Rohstoffsektor.

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