Dehoga fordert trotz steigender Infektionszahlen Perspektive für Gastronomie

Hartges: Zahlreiche Mitarbeiter von anderen Branchen abgeworben

Trotz steigender Inzidenzzahlen hat der Hotel- und Gaststättenverband eine dauerhafte Lösung für Gastbetriebe gefordert.

Trotz steigender Inzidenzzahlen hat der Hotel- und Gaststättenverband eine dauerhafte Lösung für Gastbetriebe gefordert. "Entscheidend ist jetzt, dass die Politik für dauerhafte Öffnungen sorgt und der Branche, Betrieben wie Mitarbeitern, wieder Perspektiven gibt", sagte Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Montagsausgaben). "Wir sind zuversichtlich, dass die Mitarbeiter dann auch wieder zurückkehren", fügte sie hinzu.

Zahlreiche Angestellte aus dem Gastgewerbe seien in die Logistikbranche oder in den Einzelhandel gewechselt, sagte Hartges. So habe es etwa Kampagnen großer Einzelhändler gegeben, die gezielt um Arbeitskräfte aus dem Gastgewerbe geworben hätten. "Darüber hinaus haben wir Mitarbeiter nach Österreich, in die Schweiz und nach Südtirol verloren, denn hier durften gastgewerbliche Betriebe schon sehr viel früher als bei uns Deutschland wieder öffnen."

Besonders Köche und qualifiziertes Servicepersonal fehlen laut Hartges. Aber auch die Saisonkräfte aus dem Ausland und die studentischen Hilfskräfte seien noch nicht alle wieder zurück. "Die Politik ist aufgerufen, für wirtschaftsfördernde Rahmenbedingungen zu sorgen. Dazu gehört es, die Arbeitgeber zu entlasten und sie zu unterstützen", forderte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin.

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