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DEG holt den ersten Heimsieg der Saison

3:0-Erfolg gegen die Thomas Sabo Ice Tigers

Zwei späte Tore führten zum Sieg: Nach einer lang umkämpfen Partie, machte die DEG am Freitag, 27. September 2019, den ersten Heimsieg perfekt.

Düsseldorf - Bevor es auf dem Eis zur Sache ging, wurde zunächst DEG-Kapitän Alex Barta für seinen 800. DEL-Einsatz geehrt. Wenig später stand er zum ersten Bully seines 157. Spiels in den schönsten Farben der Welt parat. Die Mannschaft von Harold Kreis, zu der erstmals die Berliner Leihgabe Charlie Jahnke zählte, kam gut in die Partie. Der gewohnt wuselige Kenny Olimb legte den Puck aus der Hintertorposition auf den halblinks vor dem Tor lauernden Luke Adam. Dessen Schuss verfehlte allerdings sein Ziel (2.). Zeit zum Ärgern hatte er danach reichlich, denn kurz nach dieser Szene wanderte der DEG-Neuzugang für zwei Minuten wegen Behinderung auf die Strafbank. Das Nürnberger Überzahlspiel, vor dem Spiel mit einer sagenhaften Powerplayquote von 42,86 Prozent das beste der Liga, war zwar gefällig, aber alles in allem nicht angsteinflößend.

Nach einer leichten Druckphase hatten sich die Rot-Gelben gut eingestellt und brachten die Zeit mit einem Mann weniger aufmerksam und schadlos über die Runden. Die Führung für die DEG war schön herausgespielt und kurios zugleich: Jerome Flaake setzte sich in der rechten Bandenrundung durch, legte die Scheibe anschließend in den Slot, wo sie Andreas Eder nicht so recht unter Kontrolle bekam. Das nutzte Rihards Bukarts aus, setzte mit einem langen Schläger nach und stocherte den Puck zum umjubelten ersten Heimtor der Spielzeit 2019/20 über die Linie (7.). Im weiteren Verlauf der ersten 20 Minuten traf Adam vom rechten Bullykreis aus den linken Pfosten (9.), sahen die Zuschauer 110 Sekunden Vier-gegen-Vier-Eishockey und bekam Bernhard Ebner einen schönen Pass von Olimb serviert (15.). Die nur mit drei Sturmreihen agierenden Nürnberger waren ordentlich im Spiel, ohne die ganz großen Szenen zu haben. Bis Daniel Fischbuch nach einem Hintertorzuspiel von Brandon Buck aus spitzem Winkel den Puck an den rechten Außenpfosten setzte (20.).

In den Mittelabschnitt starteten die Rot-Gelben mit mehr Elan als die von Kurt Kleinendurst trainierten Gäste aus dem Frankenland. Nicholas B. Jensen kam mit viel Tempo über die rechte Seite in Richtung Niklas Treutle im Nürnberger Tor, verzog dann aber knapp (24.). In die Düsseldorfer Druckphase hinein kurvte Patrick Reimer slalomartig durch das DEG-Verteidigungsdrittel, brachte Mathias Niederberger im Tor aber nicht ernsthaft in Gefahr (25.). Die erste richtige Düsseldorfer Überzahl gehörte nicht zu den glorreichsten in der Vereinsgeschichte. Dafür ließ bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis Marco Nowak ein sattes Pfund los, das die Nürnberger in arge Schwierigkeiten brachten. Doch auch die rot-gelben Versuche des Nachstocherns brachten den Puck nicht über die Linie (32.). Danach verflachte die Partie etwas und war ein wenig zerfahren. Den Ice Tigers fehlten weiterhin die wirklich dicken Chancen. Niederberger parierte, was zu parieren war, ohne außergewöhnliche Paraden zeigen zu müssen. Den Gästen fehlte es eindeutig an Präzision im Abschluss. Zur zweiten Sirene aber war der Vorsprung weiterhin denkbar knapp.

Das blieb auch im Schlussabschnitt erst einmal so. Mit der Gefahr, die ein Tiger in freier Wildbahn ausstrahlt, hatte das Nürnberger Spiel am heutigen Abend allerdings weiterhin wenig zu tun. Als Patrick Buzás wegen Hakens auf die Strafbank musste, folgte der erste und einzige Torschuss der Gäste in der Schlusssekunde des Überzahlspiels (46.). Deutlich gefährlicher war da Chad Nehrings Direktabnahme unmittelbar vor Treutle (50.). Chris Brown versuchte sich erfolglos aus der Distanz (53.).

Kämpferisch war den Gästen nichts vorzuwerfen. Es hätte so ein Spiel werden können, in dem der Gegner der DEG plötzlich einen reinmurmelt. Doch so kam es nicht. Olimb erlöste die DEG-Fans, als er eine Scheibe aus der Luft fischte und ins Tor bugsierte, die Marc-Anthony Zanetti von der linken Seite an die Latte geschossen hatte, von wo aus sie Chad Nehring an den Körper prallte und dann auf durch die Luft flog (55.). Das war aber noch nicht alles. Flaake blieb der letzte Treffer des Abends vorbehalten. Er stand goldrichtig vor Treutle und staube zum 3:0-Endstand ab (57.).


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