Debatte über CDU-Chef Strobl in möglichem grün-schwarzen Bündnis in Stuttgart

Ex-Finanzminister Stächele für Strobl als Vize-Ministerpräsident

In Baden-Württemberg halten die Diskussionen um die Zukunft von CDU-Fraktionschef Guido Wolf an.

Stuttgart - Nach Beginn der Gespräche über ein grün-schwarzes Regierungsbündnis in Baden-Württemberg reißen in der Landes-CDU die Personaldiskussionen nicht ab. Der CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Finanzminister Willi Stächele sprach sich in der "Bild am Sonntag" dafür aus, dass Landeschef Thomas Strobl als Vize-Ministerpräsident Verantwortung übernehmen sollte. "Strobl wäre als Minister eine starke Stimme mit bundespolitischer Erfahrung", sagte Stächele.

Es wird bereits seit Tagen darüber spekuliert, ob CDU-Bundesvize Strobl oder der Fraktionschef und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Guido Wolf, der starke Mann der Union in einem möglichen Regierungsbündnis mit den Grünen wird. Beide Parteien nahmen am Freitag die Koalitionsgespräche auf. Weil die Grünen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Landtagswahl Mitte März stärkste Kraft geworden waren, würde die CDU in einer Landesregierung nur Juniorpartner sein.

Strobl äußerte sich zurückhaltend zu den Personalspekulationen. "Wir müssen zunächst mit den Grünen über eine mögliche Koalition verhandeln, die dann von der CDU-Basis im Land akzeptiert werden muss", sagte Strobl der "Bild am Sonntag". "Erst danach sprechen wir über Personalien."

(xity, AFP)