De Maizière spricht mit georgischem Kollegen über organisierte Kriminalität

Auch engere Zusammenarbeit bei Abschiebungen vereinbart

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat mit seinem georgischen Kollegen eine engere Zusammenarbeit in der Kriminalitätsbekämpfung vereinbart.

Berlin - Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, war ein Thema des Gesprächs am Montag in Berlin "die seit Jahren deutlich ansteigende Kriminalität von georgischen Staatsbürgern in Deutschland". Dabei gehe es um "straff organisierte reisende Banden", die von Hintermännern gezielt hierzulande eingeschleust würden.

"Die Bekämpfung der Wohnungseinbrüche hat für mich wegen der schwerwiegenden Folgen für die Opfer höchste Priorität", erklärte dazu de Maizière. Es sei nicht hinzunehmen, "dass reisende Banden in Deutschland auf Beutetour gehen". Einem Medienbericht vom Wochenende zufolge zahlten Hausratsversicherer im vergangenen Jahr rund eine halbe Milliarde Euro an Opfer von Wohnungseinbrüchen.

Wie das Innenministerium weiter mitteilte, unterzeichneten de Maizière und Mghebrishvili auch ein Protokoll, um die "schon jetzt sehr gute Zusammenarbeit" bei Abschiebungen von illegal in Deutschland lebenden Georgiern in ihre Heimat weiter zu verbessern. Ausgebaut werden soll demnach auch die Kooperation in der Terrorismusbekämpfung.

(xity, AFP)