De Maizière hält an Vorschlag einer Wachpolizei fest

"Ergänzung für voll ausgebildete Polizisten"

Trotz starker Kritik auch in den eigenen Reihen hält Bundesinnenminister Thomas de Maizière an seinem Vorschlag fest, sogenannte Wachpolizisten gegen Einbrecher einzusetzen.

Berlin - Der Einsatz von "qualifizierten Wachpolizisten" dürfe "selbstverständlich kein Ersatz, sondern zusätzliche Ergänzung für voll ausgebildete Polizisten sein", sagte de Maizière der "Bild am Sonntag". Klug gemacht führe dies zu einer spürbaren Entlastung der Polizei.

Dies habe mehr Polizeipräsenz in der Öffentlichkeit und damit mehr Sicherheit zur Folge, sagte der Innenminister der "Bild am Sonntag". "Das wäre auch keine Aufweichung des Gewaltmonopols, sondern ein Beitrag zur Durchsetzung desselben."

De Maizières Vorstoß stieß unter anderem beim Koalitionspartner SPD, aber auch bei der Opposition und der Gewerkschaft der Polizei auf Ablehnung. In einer Umfrage für die "BamS" lehnten auch 60 Prozent der Befragten den Vorschlag ab. In Sachsen gibt es bereits Wachpolizisten, die vor allem zum Schutz von Flüchtlingsheimen eingesetzt werden.

(xity, AFP)