18.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> De Maizière fordert mehr Differenzierung bei Zuwanderung

De Maizière fordert mehr Differenzierung bei Zuwanderung

Minister: Klären, wer willkommen sein soll

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat beim Thema Zuwanderung in Deutschland mehr "Differenzierung" gefordert.

Berlin - Deutschland müsse die "Kraft zur Differenzierung" im Umgang mit Zuwanderern entwickeln, sagte de Maizière bei einer Veranstaltung zum Thema Integration im Innenministerium in Berlin. Es gelte sich klarer darüber zu werden, wer in Deutschland willkommen sein solle und wer nicht. Er sei überzeugt, dass in einer "ehrlichen Bestandsanalyse" der Lage im Land "eine wesentliche Lösung des Problems" liege.

Die Zustimmung der Bevölkerung zur Zuwanderung, "die wir dringend brauchen, auch aus demographischen Gründen", lasse sich einerseits nur erhalten, "wenn wir uns auch klar darüber sind, welche Zuwanderer hier nicht willkommen sind", sagte de Maizière. Dasselbe gelte für die Zustimmung zum humanitären Asylrecht: Es müsse "klar" sein, dass "diejenigen, die nicht politisch verfolgt sind, hier in unserem Land sich nicht auf das Asylrecht berufen", sagte der Minister.

Auf der anderen Seite müssten diejenigen in die Schranken gewiesen werden, die Zuwanderer als störend ablehnten und ihnen mit dem Vorwurf begegneten, den Deutschen Arbeitsplätze wegzunehmen. "Denen müssen wir sagen: Nein, wir sind ein offenes Land, ein tolerantes Land, wir brauchen Vielfalt." Deutschland wolle Zuwanderer, die hier arbeiten und leben wollen, sagte de Maizière. Diese seien "herzlich willkommen".

De Maizière hatte Migranten, Vertreter von Kommunen, Kultur und Wissenschaft zu einem "Auftaktgespräch zum Thema Integration" in sein Ministerium geladen. Dabei sollte es um Erwartungen an die Ausgestaltung der künftigen Integrationspolitik in Deutschland gehen.

(xity, AFP)


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