De Maizière: Bedrohung durch Organisierte Kriminalität

Auch OK-Bezüge bei Einbrüchen und Autodiebstählen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat vor der anhaltenden Gefahr durch Organisierte Kriminalität in Deutschland gewarnt.

Berlin - Diese Bedrohung dürfe auch angesichts der Lage in Syrien und im Irak nicht in Vergessenheit geraten, mahnte de Maizière in Berlin. Die Sicherheitsbehörden beobachten demnach unter anderem auch Verbindungen der Organisierten Kriminalität (OK) zu Einbrüchen und Autodiebstählen.

Im vergangenen Jahr wurden laut Innenministerium und Bundeskriminalamt (BKA) 580 OK-Ermittlungsverfahren geführt. Dabei wurden demnach 298 Verfahren neu eingeleitet, was einen Anstieg um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Die Zahl der Tatverdächtigen nahm von 7973 im Jahr 2012 auf 9155 im vergangenen Jahr zu. Den größten Anteil an den registrierten OK-Taten hat demnach der Rauschgifthandel mit 35,2 Prozent, gefolgt von Eigentums- (16 Prozent) und Wirtschaftskriminalität (13,1 Prozent).

Innenminister de Maizière hob besonders die wachsenden Bezüge der Organisierten Kriminalität auch zu Delikten wie Einbrüchen und Kfz-Diebstählen hervor, die nur dem Anschein nach vielfach von Einzeltätern oder kleineren Banden verübt würden. In diesem Bereich verwischten die Grenzen zur Bandenkriminalität, sagte der Minister. BKA-Präsident Jörg Ziercke erklärte dazu: "Die Organisierte Kriminalität ist an der Haustür angekommen".

De Maizière sicherte verstärkte Anstrengungen der Bundesregierung im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität zu. So solle die Geldwäsche-Bekämpfung intensiviert und die Abschöpfung von Vermögen aus Straftaten vereinfacht werden. Die Organisierte Kriminalität solle getroffen werden, wo es sie am meisten treffe. Er habe mit Justizminister Heiko Maas (SPD) vereinbart, mit Hochdruck an den Vorhaben zu arbeiten.

(xity, AFP)