24.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> David Reed trifft auf Yves Klein

David Reed trifft auf Yves Klein

"The Mirror And The Pool" im Museum Haus Lange

"The Mirror And The Pool" wird noch bis zum 23. August im Museum Haus Lange in Krefeld gezeigt.

Krefeld - Blau dominiert in unterschiedlichen Farbtönen das Werk in einer Kombination mit Schwarz, Grau und Magenta. Die Wasser-Assoziation, die Bahn in einem Swimmingpool, drängt sich auf und soll auch so verstanden werden. Unterbrochen wird der Fluss durch wilde, abstrakte Formen, kraftvolle Schlaufen wie Kraulbewegungen. Die körperlichen Konturen eines Schwimmers verlieren sich in der abstrakten Dynamik. David Reed hat seine ortsspezifische Arbeit "The Mirror And The Pool" im Krefelder Museum Haus Lange in Form eines Gemäldes konzipiert. Wie ein antiker Fries zieht es sich mittig an den Innenwänden des Erdgeschosses durch alle Ausstellungsräume hindurch.

Der 1946 in San Diego geborene und heute in New York arbeitende David Reed zählt zu den einflussreichsten Künstlern in den Vereinigten Staaten. Neben der Ausstellung der Kunstmuseen Krefeld sind Werke von ihm zurzeit im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin zu sehen. Dort stellt er gemeinsam mit Mary Heilmann in "Two By Two" aus (bis 11. Oktober). Im gewissen Sinne arbeitet Reed auch in Krefeld mit einem Künstlerkollegen zusammen: Die intensive Auseinandersetzung mit der Mies-Villa erreicht den Höhepunkt an dem Berührungspunkt mit Yves Klein. Mit Respekt auf Kleins immateriellen Raum "Le Vide" (1961), der sich verborgen im Haus Lange befindet, produzierte Reed ein Band mit malerischen Wiederholungen um den Raum herum, das wie bei Yves Klein den Aspekt der Unendlichkeit ins Spiel bringt.

Reed durchschneidet, zerstört geradezu die von Ludwig Mies van der Rohe konzipierten Räumen. Gleichzeitig baut der US-Amerikaner die Architektur in sein Werk ein: Unterbrechungen durch Wände sind Teil des Gemäldes. "Das ist die engste Verbindung mit Architektur", so Reed. Die Interaktion mit der Architektur von Mies van der Rohe, wie die Unterbrechung durch Wände und die anschließende Fortführung des Gemäldes soll künftig für andere Ausstellungen übernommen, diese Fehlstellen sichtbar werden. "Das Bild transportiert so das Gebäude in spätere Ausstellungen", sagt Reed.

Yves Kleins "Raum der Leere" ist während der Ausstellung an Sonntagen geöffnet. "David Reed. The Mirror And The Pool" endet am 23. August. Die Ausstellung wird gefördert durch die Stiftung Kunst Kultur und Soziales der Sparda-Bank West sowie durch die Freunde der Kunstmuseen Krefeld. Zudem ist eine Edition (1/5 Scale Color Studies for All Paintings Haus Lange/94 mal 90 Zentimeter/2015) in einer Auflage Stück 30 (signiert, nummeriert, 1200 Euro) herausgegeben von den Freunden der Kunstmuseen Krefeld erschienen. Weitere Informationen und Veranstaltungen stehen unter www.kunstmuseenkrefeld.de


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