Daumen drücken für Mühlhausen

Borussia bangt um verbliebenen Play-off-Platz

Wenn die Borussia am letzten Spieltag der Rückrunde am Ostermontag beim Tabellenletzten ASV Grünwettersbach zu Gast ist, wird sie sich ständig über die Zwischenergebnisse im rund 300 Kilometer entfernten Bergneustadt informieren.

Düsseldorf - Denn das Fernduell entscheidet über den letzten noch zu vergebenden vierten Play-off-Platz. Nach der Niederlage im direkten Duell mit Konkurrent Bergneustadt vor zwei Wochen kann der Titelverteidiger die Meisterrunde nicht mehr aus eigener Kraft erreichen und ist am 18. Spieltag auf einen Patzer der Oberbergischen angewiesen. Nur wenn die vom deutschen Vize-Meister Steffen Mengel angeführte Mannschaft ihr Heimspiel gegen den Post SV Mühlhausen verliert und Düsseldorf in Grünwettersbach gewinnt, zieht die Borussia in die Play-offs ein und bekommt doch noch die Möglichkeit, den Meistertitel zu verteidigen.

"Wenn wir realistisch sind, haben wir vielleicht noch eine Chance von fünf Prozent", meint Cheftrainer Danny Heister. "Wir müssen uns jetzt auf unser Spiel konzentrieren und gewinnen. Alles andere liegt nicht in unserer Macht. Aber wenn wir in Grünwettersbach nicht gewinnen, haben wir erst recht keine Chance. Und aufgegeben haben wir uns noch nie." Darum reist die Mannschaft auch schon am Sonntag an, um ihren Teil der "Mission Impossible" am Ostermontag erfüllen zu können.

Dass Bergneustadt gegen Mühlhausen verliert, ist in der Tat eher unwahrscheinlich. Im Hinspiel gewann der TTC mit 3:0 und musste dabei sogar nur einen einzigen Satz abgeben.

Timo Boll wird nach überstandenem Infekt am Montag wieder zum Einsatz kommen. Während Kamal Achanta in Düsseldorf mit Heister und einem niederländischen Nationalspieler trainiert, versucht Patrick Franziska bei der derzeit in Qatarlaufenden World Tour Selbstvertrauen zu tanken. Panagiotis Gionis stößt am Wochenende zum Team. Das Hinspiel hatte die Borussia übrigens in Abwesenheit von Timo Boll Ende November mit 2:3 verloren.