"Das ist alles nicht neu!"

Zöllner stellen Gold und Brautkleid sicher

Goldschmuck im Wert von knapp 5.700 Euro und ein Brautkleid im Wert von 750 Euro wollte eine Reisende aus der Türkei nach Deutschland schmuggeln.

Düsseldorf - Die 47-Jährige wollte den Zollbereich durch den grünen Ausgang für anmeldefreie Waren verlassen, als Zöllner sie zur Röntgenkontrolle des Reisegepäcks baten.

Anhand der Röntgenbilder kam der Verdacht auf, dass sich Goldschmuck im Reisegepäck befinden könnte. Tatsächlich fanden die Zöllner u. a. acht Goldarmreife und zwei Schmucksets aus Gold, bestehend aus zwei Ketten, einem Armband, einem Ring und zwei Paar Ohrringen. Sämtlicher Goldschmuck war in Aluminiumfolie eingewickelt. Neben diversen anderen Waren befand sich in einem Koffer außerdem noch ein Brautkleid.

Auf Befragen teilte die Beschuldigte mit, dass der Schmuck schon fünf Jahre alt sei. Sie habe ihn in Alufolie verpackt, um ihn vor dem Verkratzen zu schützen. Die ebenfalls im Koffer aufgefundenen Schmuckschatullen seien für den Transport des Goldes nicht geeignet.

Das Brautkleid sei ebenfalls nicht neu, sondern ein Jahr alt und gehöre ihrer Tochter, die letztes Jahr geheiratet habe. Sie habe es jetzt nach Deutschland gebracht, da ihre Cousine jetzt heirate und dieses Kleid tragen wolle. Die ebenfalls im Koffer aufgefundene Rechnung gehöre gar nicht zu diesem, sondern zu einem anderen Kleid, das sich noch in der Türkei befinde.

Da der Goldschmuck keinerlei Gebrauchsspuren aufwies und die Aussagen zum Brautkleid unglaubwürdig wirkten, leiteten die Zöllner ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung gegen die Beschuldigte ein. Den Schmuck und das Brautkleid stellten sie sicher.