16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Das Frühwerk Ingmar Bergmans

Das Frühwerk Ingmar Bergmans

Filmmuseum zeigt Filme des Regisseurs

Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt sechs Filme des schwedischen Ausnahme-Regisseurs Ingmar Bergman und spürt der Entwicklung in dessen Frühwerk nach.

Düsseldorf - Bergmans bereits dort erkennbare meisterhafte Bildsprache manifestierte sich in seinen bekannteren späteren Filmen in ästhetischer Perfektion. Die Filme aus den Jahren 1946 bis 1954 laufen vom 2. bis 25. April in der Black Box. Der Eintritt beträgt sieben, ermäßigt fünf Euro, mit Black-Box-Pass vier Euro. Es ist empfehlenswert, Karten telefonisch unter 89-92232 zu reservieren.
Nach seinen Inszenierungen am Theater setzte der schwedische Regisseur Ingmar Bergman in seinen ersten Filmen ab 1946 vorrangig schlichte Bühnendramaturgie um, die er mit melodramatischen Aspekten anreicherte. Meist erzählt er von Generationskonflikten und den Versuchen junger Menschen, ihren bedrückenden Situationen zu entfliehen. Während die verbitterten Alten ihre Frustrationen über nicht erreichte Lebensträume an den Jungen abarbeiten, gelingt die Flucht meist über den Rückzug in die Liebesisolation, über Rettung in die Zweisamkeit.
Ab 1948 nimmt Bergman seinen Protagonisten auch diesen Ausweg. Der Generationskonflikt tritt in den Hintergrund. Bergman zerpflückt genau das, was in seinen frühen Werken als letzte Hoffnung bleibt: die Solidargemeinschaft zweier Menschen. Die leisen, aber noch wahrnehmbaren optimistischen Töne seiner ersten sechs Filme verstummen nun nahezu gänzlich. Beziehungen erklärt Bergman zu selbstgeschaffenen Höllenqualen, das Leben versteht er als eine "wollüstige Biegung zwischen Geburt und Tod". Er erhebt das Böse zum Prinzip und wird zu einem Experten für Entfremdung, Flucht und Isolation.

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