23.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Das Finale der Düsseldorf Open steht

Das Finale der Düsseldorf Open steht

Aufschlagriese Karlovic fordert Kohlschreiber

Feines Händchen gegen wuchtige Aufschlaghärte: Philipp Kohlschreiber und Ivo Karlovic bestreiten das Endspiel der Düsseldorf Open 2014.

Düsseldorf - Der an Nummer eins gesetzte Augsburger Kohlschreiber setzte sich in der Vorschlussrunde am Freitag nach hartem Kampf und 114 Minuten gegen den Usbeken Denis Istomin mit 6:2, 4:6, 6:4 durch und zog in sein siebtes ATP-Finale ein. Am Samstag greift "Kohli“ 754 Tage nach seinem letzten Triumph in München nach seinem fünften Titel. Gutes Omen: Drei Turniersiege feierte der 30-Jährige in Deutschland.
"Anfangs war ich ein wenig nervös. In Deutschland hilft dir die Unterstützung der Zuschauer immer, um am Ende noch ein bis zwei Prozent mehr zu geben. Es war eine geile Stimmung und das Wetter war auch super“, sagte Kohlschreiber, der erst am Mittag sein Viertelfinalmatch gegen den Kroaten Mate Delic erfolgreich beendet hatte.
Im vierten Aufeinandertreffen mit Istomin war es Kohlschreibers erster Sieg – zuletzt hatte der Deutsche im April in München das Nachsehen gehabt. Der ehemalige deutsche Davis-Cup-Spieler präsentierte sich sehr variabel in seiner Spielweise, beeindruckte mit seiner guten Beinarbeit, seinen präzisen Grundlinienschlägen und verließ schließlich als verdienter Sieger den Center Court. Lediglich im zweiten Satz hatte die Nummer 29 der Welt gegen den ebenfalls gut aufgelegten Istomin den Kürzeren gezogen.
Zuvor hatte der Kroate Karlovic gegen Shootingstar Jiri Vesely aus Tschechien glücklich, aber verdient 7:6 (8:6), 7:6 (9:7) gewonnen und sich anschließend ebenfalls zufrieden gezeigt: "Es war ein sehr schwieriges und enges Match, das ich jeweils im Tiebreak zu meinen Gunsten entscheiden konnte. Ich bin sehr glücklich und freue mich auf das Finale.“
Gegen den erst 20 Jahre alten Vesely entwickelte sich von Beginn an ein packendes Duell auf Augenhöhe. Beide Spieler schenkten sich nichts und servierten stark. Nach 61 Minuten sicherte sich Karlovic den ersten Satz im Tiebreak. Auch im zweiten Durchgang brachten zunächst beide Spieler ihre Aufschlagspiele sicher durch, im siebten Spiel musste dann der Kroate eine kritische Situation überstehen: Beim Stand von 0:40 wehrte Karlovic drei Breakbälle ab. Erneut ging es in den Tiebreak. Vesely zeigte in seinem ersten ATP-Halbfinale Nerven und vergab insgesamt drei Satzbälle. Nach einer Spielzeit von einer Stunde und 55 Minuten beendete der 2,11-Meter-Hüne das hochklassige Match standesgemäß mit seinem 16. Ass.

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