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CSU erarbeitet offenbar eigenes Rentenkonzept

"Spiegel": Vorgehen sorgt bei Schwesterpartei CDU für Unmut

Nur gut zwei Wochen nach der Versöhnungsklausur von CDU und CSU droht neuer Streit zwischen den Unionsparteien.

Berlin - Nach Informationen des "Spiegel" will die CSU anders als verabredet ein eigenes Rentenkonzept vorlegen. Der von der bayerischen Sozialministerin Emilia Müller erarbeitete Vorschlag, der unter anderem eine Besserstellung der Eltern vorsehe, werde voraussichtlich Ende Juli auf einer Tagung des bayerischen Kabinetts präsentiert.

Nach monatelangem Streit über die Flüchtlingspolitik hatten die Spitzen von CDU und CSU Ende Juni in Potsdam vereinbart, künftig geschlossen aufzutreten. Das Vorgehen der Christsozialen stoße in der CDU daher auf Verwunderung, schreibt der "Spiegel" in seiner aktuellen Ausgabe. "Wir hatten verabredet, mit einem gemeinsamen Konzept an die Öffentlichkeit zu gehen", erfuhr das Nachrichtenmagazin aus Parteikreisen.

Den Angaben zufolge sollten der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Karl-Josef Laumann (CDU), und CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn mit Müller über einen Reformvorschlag verhandeln. Laumann beharrte im Berliner "Tagesspiegel am Sonntag" auf einem gemeinsamen Konzept der Schwesterparteien: "Ich finde es wichtig, dass die Union eine gemeinsame Rentenpolitik macht", sagte er.

Das Konzept der CSU sieht den Medienberichten zufolge neben einer Erhöhung der Kinderzuschläge auch eine Festschreibung des aktuellen Rentenniveaus bis 2030 vor, was die CDU strikt ablehnt. Aus der CSU hieß es laut "Spiegel", es handele sich nicht um ein Konzept, sondern lediglich um Eckpunkte.

(xity, AFP)


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