CSU-Politiker sprechen sich gegen bundesweites Antreten ihrer Partei aus

Söder: "Das würde die CSU zerreißen"

CSU-Politiker haben Aussagen ihres Parteichefs Horst Seehofer relativiert, wonach ein bundesweites Antreten der CSU künftig generell nicht ausgeschlossen sei.

München - "Für uns ist klar: Wir wollen keine bundesweite Ausdehnung. Das würde die CSU zerreißen", sagte der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) dem "Focus". Zugleich forderte er eine Kurskorrektur von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Wenn die CDU zulasse, dass sich die AfD dauerhaft in den Parlamenten einniste, ergänzte Söder, "dann verliert sie den Charakter einer bürgerlichen Volkspartei. Das ist die existenzielle Frage für die Union."

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) schloss aus, getrennt von der CDU in die Bundestagswahl 2017 zu gehen. "Natürlich" sei die CSU Teil der "Christdemokratischen-Christsozialen Parteifamilie", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitagsausgaben).

Angesichts des Streits zwischen CDU und CSU um den Kurs in der Flüchtlingspolitik hatte CSU-Chef Horst Seehofer ein bundesweites Antreten seiner Partei nicht generell ausgeschlossen. Zwar bleibe die gemeinsame Politik mit der CDU auf Bundesebene die Strategie der CSU, aber niemand könne "Ewigkeitsgarantien abgeben", hatte Seehofer gesagt.

(xity, AFP)