Coronaschutz: 37 Einsätze am Wochenende

OSD schließt Diskobetrieb mit Shisha-Bar

Ein aggressiver Mann am Hauptbahnhof wurde an Bundespolizei übergeben.

Düsseldorf - 37 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung verzeichnete der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) der Landeshauptstadt Düsseldorf von Freitag, 6. August, bis Sonntag, 8. August.

Freitag, 6. August 2021
Einsatzkräfte des OSD stellten in zwei Gastronomiebetrieben in Friedrichstadt Verstöße gegen die geltende CoronaSchVO fest. In einem Imbiss waren in den letzten vier Wochen keine Kundenkontaktdaten aufgenommen worden. Zudem konnte ein Beschäftigter kein negatives Corona-Testergebnis vorweisen. In einem weiteren Betrieb wurde eine fehlerhafte Gewerbeanmeldung festgestellt. Dort war kein Verzehr vor Ort angemeldet, dennoch wurde dieser den Gästen ermöglicht. Es waren zudem bereits seit vier Wochen keine Kundenkontaktdaten aufgenommen worden. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

In einem Gastronomiebetrieb in Friedrichstadt stellten Einsatzkräfte einen Verstoß gegen die Masken-Trageverpflichtung seitens eines Kunden fest. Ein weiterer Betrieb hat keine Kontaktlisten geführt und in einer Schankwirtschaft wurden die Mindestabstände nicht eingehalten. Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden entsprechend eingeleitet.

In einer Trinkhalle ohne Alkoholausschank in Unterrath stellten OSD-Beschäftigte fest, dass dort entgegen der bestehenden Erlaubnis Alkohol ausgeschenkt wurde. Darüber hinaus wurden keine Kontaktlisten geführt und die Mitarbeitenden konnten keine negativen Coronatestergebnisse vorweisen. Des Weiteren wurde durch Kunden die Masken-Trageverpflichtung nicht eingehalten. Auch hier wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet.

Im Rahmen einer Beschwerdebearbeitung stellten Einsatzkräfte des OSD in einem Imbiss in Oberbilk fest, dass dort ein Mitarbeiter keine Maske trug. Darüber hinaus wurden die Mindestabstände nicht eingehalten. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Zwei Gastronomiebetriebe in Unterbilk haben gegen die Einhaltung der Terrassensperrzeiten verstoßen. Außerdem waren erheblicher Lärm durch die Gäste sowie eine Unterschreitung der vorgeschriebenen Mindestabstände auf der Terrasse eines der Betriebe feststellbar. In beiden Betrieben wurden die Verantwortlichen aufgefordert, den jeweiligen Terrassenbetrieb einzustellen. Entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren wurden eingeleitet.

Bei der Überwachung der Terrassensperrzeit stellten Einsatzkräfte des OSD bei einem Gastronomiebetrieb in der Altstadt zwei aufgestellte Stehtische mit Gästen, die Getränke konsumierten, fest. Darüber hinaus war der Betrieb überfüllt, Gäste tanzten in den Betriebsräumen. Es wurden Verstöße gegen die Masken-Trageverpflichtung sowie eine Unterschreitung der vorgeschriebenen Mindestabstände festgestellt. Aufgrund fehlender Kontaktlisten war zudem die einfache Rückverfolgbarkeit von Kontakten nicht möglich. Nach einer entsprechenden Belehrung war der Verantwortliche freiwillig bereit, den Betrieb zu schließen.

Außerhalb von Corona
Auf einem Bahnsteig im Hauptbahnhof stellten Einsatzkräfte des OSD eine männliche Person fest, die eine weibliche Person massiv bedrängte. Die weibliche Person rief laut um Hilfe und forderte den Betroffenen mehrfach lautstark auf, sie endlich loszulassen und sich zu entfernen. Trotz zusätzlicher Aufforderung durch den OSD zeigte sich der Betroffene stark aggressiv und unkooperativ, ließ die Frau jedoch los, sodass diese sich einige Meter entfernen konnte. Als die Personalien des Betroffenen festgestellt werden sollten, versuchte dieser wegzugehen und drohte einer der Einsatzkräfte mehrfach körperliche Gewalt an. Es kam zu Widerstandshandlungen gegenüber den Einsatzkräften, sodass der Betreffende mittels körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und mithilfe der hinzugezogenen Bundespolizei fixiert wurde. Ein anschließender Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille, die Entnahme einer Blutprobe wurde durch die Bundespolizei angeordnet.

In den Nachmittags- und Nachtstunden wurde in Stadtmitte, in einer Grünanlage in Oberbilk sowie in der Altstadt jeweils ein "Wildpinkler" ertappt.

Samstag, 7. August 2021
Einsatzkräfte des OSD stellten in einer Cocktailbar in der Altstadt fest, dass dort die Kontaktlisten nicht bzw. nur unvollständig geführt wurden. Darüber hinaus trugen Mitarbeitende keine Masken und der Mindestabstand zwischen den Gästen wurde nicht eingehalten. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Im Rahmen des uniformierten Streifendienstes stellten Einsatzkräfte des OSD in einer Bar in Stadtmitte mehrere Verstöße gegen die CoronaSchVO fest. Aufgrund fehlender Kontaktlisten war eine Rückverfolgbarkeit von Kontakten nicht möglich. Gäste und Beschäftigte trugen keine Masken. Darüber hinaus ähnelte der Betrieb einer Diskothek mit DJ und tanzenden Gästen. Die Einsatzkräfte stellten 48 Verstöße gegen das Nichtraucherschutzgesetz sowie eine Shisha-Benutzung mit Tabak fest. Der Betrieb wurde geschlossen. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

Außerhalb von Corona
Aufgrund der Convention 'DoKomi' und der damit verbundenen Erwartung eines erhöhten Besucheraufkommens suchten Einsatzkräfte des OSD den Nordpark und den Bereich der Immermannstraße auf. Trotz der zeitweise hohen Besucherzahlen wurden keine Verstöße gegen die CoronaSchVO festgestellt, auch eine Vermüllung der Grünflächen war zu keiner Zeit erkennbar.

Einsatzkräfte des OSD beobachteten eine Auseinandersetzung zwischen zwei Frauen und einem Mann. Die Einsatzkräfte trennten die Parteien und brachten den aggressiven Mann im Rahmen der Eigensicherung und Nothilfe zu Boden. Da eine der Frauen verletzt war, wurden die Landespolizei und der Rettungsdienst hinzugerufen. Aufgrund der großen Aggressivität des involvierten Mannes und der zusätzlichen Einmischung einer weiteren männlichen Person wurde der Einsatz des Einsatzstocks angedroht und gezogen. Dadurch konnte eine sofortige Deeskalation erreicht werden.

Sonntag, 8. August 2021
Es waren keine Einsätze in Zusammenhang mit der Durchsetzung der Coronaschutzverordnung erforderlich.

Außerhalb von Corona
Im Rahmen des Manga-Festivals trafen Einsatzkräfte des OSD im Nordpark etwa 1.000 Besucherinnen und Besucher an, die sich dort in kleinen Gruppen aufhielten. Ein Einschreiten war nicht erforderlich.

OSD-Einsatzzahlen

Insgesamt verzeichnete der OSD von Freitag, 6. August, bis Sonntag, 8. August 2021, 331 Einsätze, von denen 37 im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung standen. Die Gesamtzahl der qualifizierten Gesamteinsätze des OSD seit dem 18. März 2020 beziffert sich auf 36.744, von denen 15.387 Bezug zur Umsetzung der Coronaschutzverordnung hatten. In der Leitstelle gingen drei Anrufe zum Thema Coronaschutz ein. Die Gesamtzahl der zum Thema "Corona" seit dem 18. März 2020 in der OSD-Leitstelle eingegangenen Anrufe beläuft sich auf 19.008.

Für Fragen zum Thema "Coronavirus" hat die Landeshauptstadt ein Informationsportal eingerichtet unter der Adresse www.duesseldorf.de/corona