22.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> CDU will Wahlkampf stärker an den Haustüren führen

CDU will Wahlkampf stärker an den Haustüren führen

Tauber-Konzept sieht regelmäßige Bürgergespräche vor

Die CDU will offenbar stärker einen Wahlkampf an den Haustüren der Wähler führen.

Berlin - Für die verstärkte Durchführung von "Haustürgesprächen im Wahlkampf auf allen politischen Ebenen" werde das Konrad-Adenauer-Haus geeignete Methoden entwickeln, heißt es nach einem Bericht der "Welt" im abschließenden Beratungsentwurf der von CDU-Generalsekretär Peter Tauber geleiteten Kommission "Meine CDU 2017". Das Konzept soll demnach kommende Woche verabschiedet werden.

Für die direkte Wählerwerbung sollten auch unterstützende technische Instrumente entwickelt werden. "Dabei muss es darum gehen, dass unsere Aktiven vor Ort diese Gespräche flächendeckend mit möglichst wenig Aufwand bewerkstelligen können", heißt es dem Bericht zufolge in dem Konzept weiter. Solche Aktionen, die Canvassing genannt werden, sollten aber nicht nur in Wahlkämpfen stattfinden. "Alle Kreis-, Stadt-, Gemeinde- und Ortsverbände sollen mit regelmäßigen Bürgergesprächen und Canvassing-Aktionen auch außerhalb von Wahlkampagnen präsent sein."

Außerdem wolle die Kommission eine gezielte Veränderung der Mitgliederstruktur der CDU erreichen. Ziel sei, mehr junge Menschen, mehr Frauen und mehr Bürger mit Migrationshintergrund für eine Parteimitarbeit zu begeistern. Als eine Zielmarke werde ein Frauenanteil bei den Parteimitgliedern von 30 Prozent ausgegeben. Eine Frauenquote solle es aber nicht geben.

Um das Durchschnittsalter zu senken, will die Partei besondere Anstrengungen unternehmen, "um mehr Mitglieder der Jungen Union (JU), vor allem bei Erreichen der dortigen Altersgrenze, von einer CDU-Mitgliedschaft zu überzeugen". Dem Bericht zufolge sind derzeit nur 35 Prozent der JU-Mitglieder auch in der CDU.

(xity, AFP)


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