14.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> CDU will mit positivem Europabild in EU-Wahlkampf ziehen

CDU will mit positivem Europabild in EU-Wahlkampf ziehen

Keine Plakate mit Spitzenkandidat Juncker geplant

Die CDU setzt im EU-Wahlkampf auf ein positives Bild von Europa.

Berlin - "Wir wollen ganz bewusst ein positives Bild dieses Europas, so wie wir es uns für die Zukunft wünschen, zeichnen", sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber in Berlin. Dabei wolle die CDU Themen wie Arbeitsplätze, stabiler Euro, Industriepolitik und Chancen für den einzelnen in den Vordergrund stellen.

Der Europaparteitag der CDU am Samstag soll demnach der Auftakt zum Europawahlkampf sein. In Berlin kommen rund tausend Delegierte zusammen, um unter anderem das CDU-Programm für die Europawahl am 25. Mai zu beschließen. Geplant sind außerdem Reden von Bundeskanzlerin und Parteichefin Angela Merkel, des Spitzenkandidaten der CDU für die Wahl, des früheren niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister sowie des Spitzenkandidaten der europäischen Konservativen, Jean-Claude Juncker.

In Deutschland sollen nach den Worten Taubers aber keine Plakate mit dem Bild Junckers im Wahlkampf geklebt werden. Auch Plakate, die McAllister zeigen, werden demnach erst in einer späteren Phase des Wahlkampfs gezeigt. Neben Themenmotiven werden dagegen von Anfang an auch Bilder von Merkel aufgehängt. Insgesamt plant die Partei bis zum Wahltag knapp 10.000 Wahlplakate in Deutschland, der Etat für den Europawahlkampf liegt bei zehn Millionen Euro. Geplant sind 20 Kundgebungen in ganz Deutschland mit Merkel und McAllister, bei einigen Terminen soll auch Juncker auftreten. Auch wenn er nicht auf den Plakaten zu sehen sei, sei Juncker "fest integriert in den Wahlkampf", sagte Tauber.

Der frühere luxemburgische Regierungschef Juncker war Anfang März von der konservativen Europäischen Volkspartei (EVP) zu ihrem europäischen Spitzenkandidaten für die Wahl am 25. Mai bestimmt worden. Juncker ist damit Hauptwidersacher von Europaparlamentspräsident Martin Schulz (SPD), der für die europäischen Sozialdemokraten antritt. Zur EVP gehören auch die deutschen Schwesterparteien CDU und CSU.

(xity, AFP)


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