CDU-Vize Laschet: Anti-Islam-Kurs der AfD richtet sich gegen das Grundgesetz

"Wahlkämpfe gegen Religionen wären etwas Neues"

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet sieht im anti-islamischen Kurs der AfD eine neue Stufe der Radikalisierung.

Berlin - "Wahlkämpfe gegen Religionen und die religiösen Gefühle von Menschen, die hier leben, wären etwas Neues", sagte Laschet der "Rhein-Neckar-Zeitung" aus Heidelberg (Montagausgabe). "Damit würde unser Land gespalten. Es würde auch gegen die Religions- und Glaubensfreiheit verstoßen, die das Grundgesetz garantiert."

Dieses Grundrecht gelte gleichermaßen für das Christentum, das Judentum, den Islam und andere Religionen. "Die AfD hetzt die Menschen auf, sie will provozieren", warnte Laschet. "Der Verfassungsschutz wird dies im Blick haben." Die CDU-Spitze hatte am Sonntagabend nach den Erfolgen der AfD bei den Landtagswahlen im März über den Umgang mit der rechtspopulistischen Partei beraten.

Die AfD will mit einem scharfen Anti-Islam-Kurs auf Stimmenfang gehen. Der Islam sei "mit dem Grundgesetz nicht vereinbar", sagte Parteivize Beatrix von Storch am Wochenende. Symbole des Islam sollen aus der Öffentlichkeit verschwinden. In knapp zwei Wochen will die AfD auf einem Parteitag in Stuttgart ihren Kurs in einem Grundsatzprogramm beschließen.

(xity, AFP)