16.01.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Burg-, Trachten- und Heimatfest in Krefeld

Burg-, Trachten- und Heimatfest in Krefeld

Linner Schützen begehen uralte Tradition

Das Burgstädtchen Linn rüstet sich für das Burg-, Trachten- und Heimatfest, das am Samstag, 8. August, offiziell beginnt.

Das mit Abstand älteste Schützenfest in Krefeld findet nur alle drei Jahre statt und dauert heuer bis Dienstag, 11. August. Der Ablauf dieses Festes folgt einer uralten Tradition, die sich seit Jahrzehnten kaum verändert hat. Er beschreibt den viertägigen Besuch des Königs und seines Hofstaates in der Garnisonsstadt Linn. König Errol I. (Wernike) macht sich auf den Weg, um seine Landesteile zu besuchen und seine Untertanen kennenzulernen. Die Linner wiederum schmücken ihre Stadt entsprechend.

Am Samstag, 8. August, kommt der König nachmittags in Linn an. Gemeinsam mit der Bevölkerung führt ihn sein erster Gang zum Friedhof. Gegen 17.45 Uhr zieht er in die Vorburg, wo ihm der Kurfürst den Burgschlüssel und damit das Hausrecht übergibt. Im Anschluss wird eine Serenade gespielt. Ab 20 Uhr gibt es mit der Rhein-River-Band das Begrüßungsfest im Zelt auf der Festwiese an der Rheinbabenstraße. Oberbürgermeister Gregor Kathstede wird dabei die Schützen und Besucher im Zelt begrüßen. Der Sonntag beginnt ab 10.15 Uhr mit dem Frühschoppen. Ab 15 Uhr möchte sich Seine Majestät und Anhang die Garnison anschauen. Sie ziehen dazu in einem festlichen Umzug mit militärischer und musikalischer Begleitung durch die Stadt. Anschließend präsentieren sich die Historischen Gruppen und die Garnison bei der Parade auf der Ostpreussenstraße. Danach ziehen alle Beteiligten zum Burggelände auf den kleinen Lindenberg, wo um 18.30 Uhr zu Ehren seiner Majestät der große Zapfenstreich gespielt wird. Am Abend steigt der Galaball mit der Band Heavens Club.

Aber schon da ist zu erkennen, dass nicht alle Bürger zufrieden sind, hier und da regt sich Widerstand gegen den Regenten. Dies gipfelt am Montagmorgen in offener Rebellion. Gegen 11 Uhr sammeln sich die Truppen, die Wortführer des Widerstands stellen unannehmbare Forderungen an den König, der diese natürlich zurückweist und wütend das Zelt verlässt. Beim Umzug um 16 Uhr kommt es zum Eklat. Viele Untertanen verweigern dem Regenten den Gruß und nehmen während der Parade die Königin gefangen und entführen sie auf die Burg. Das lässt sich der König nicht gefallen. Er zieht mit dem königstreuen Rest des Bataillons vor die Burg, wo es im Burgpark zu erbitterten Kämpfen kommt. Am Ende werden die Rebellen besiegt und zur Kapitulation gezwungen. Der Rebellengeneral muss die Königin freilassen. Der König begnadigt in seiner Güte die Aufrührer abends im Zelt, während die Kölner Band Rabaue spielt und DJ Who auflegt.

Der Dienstag gehört traditionell den Gruppen und Kompanien. Auch der König zieht zu Fuß durch die Garnison und besucht die Truppen. An die tapfersten Kämpfer werden Königsorden verteilt und die Stabsärzte begutachten noch einmal die Verletzten der Burgkämpfe. Gegen 18 Uhr verabschiedet sich seine Majestät nun gut gelaunt mit einem kleinen Umzug durch die Garnison von seiner Bevölkerung und abends im Zelt gibt es letztmalig einen Königsball. Es spielen Sound Convoy und die Oedingsche Jonges.


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