21.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bundesweiter Blitzermarathon in vollem Gange

Bundesweiter Blitzermarathon in vollem Gange

Zehn von sechszehn Bundesländern nehmen teil

Wer heute, 3. April 2019, auf deutschen Straßen unterwegs ist, läuft in zehn von sechszehn Bundesländern Gefahr, geblitzt zu werden.

Berlin - Im Rahmens des europäischen Speed-Marathons nehmen dieses Jahr somit zwei Bundesländer mehr teil als noch 2018. Zu den diesjährigen Teilnehmern des Blitzermarathons gehören Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Um dem häufig aufkommenden Vorwurf der Abzocke entgegenzuwirken, sollen die Beamten vor Ort direkt das Gespräch mit den Fahrern suchen. So will man über die Folgen von Geschwindigkeitsverstößen aufklären. Zudem werden die Messstellen wie gehabt vorher bekannt gegeben.

Die Autofahrer in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und im Saarland bleiben verschont. Diese Bundesländer beteiligen sich, unter anderem wegen Personalmangels oder weil sie nicht an die Nachhaltigkeit der Messoffensive glauben, nicht.

Und was sagen die Bürger der einzelnen Bundesländer zum Blitzermarathon? Die Berliner Coduka GmbH hat mit Hilfe des Marktforschungsinstituts INSA-Consulere ein bundesweites Stimmungsbild erhoben.

Was die Umfrage betrifft, so heißen mehr als 80 Prozent der insgesamt 1018 bundesweit Befragten Geschwindigkeitsmessungen im Allgemeinen für gut. Dennoch variiert der Grad der Zustimmung in den einzelnen Bundesländern deutlich. Während sich in Hessen lediglich knapp drei Viertel der Menschen für das generelle Blitzen aussprechen, sind in Schleswig-Holstein gut 85 Prozent, in Sachen-Anhalt sogar über 90 Prozent dafür. Im Unterschied dazu sagen nur 508 Personen, also knapp die Hälfte aller Befragten, dass sie im Blitzermarathon einen Sinn sehen. Den größten Zuspruch erhält der Blitzermarathon in Bayern und Rheinland-Pfalz, wo die positive Einschätzung durch über 50 Prozent der Befragten geteilt wird. In den neuen Bundesländern liegt die Befürwortung tendenziell deutlich darunter. Deswegen sprechen sich auch 44 Prozent der dort befragten Probanden gegen einen Blitzermarathon aus. Bei den in Westdeutschland Lebenden trifft dies auf nur knapp 38 Prozent zu.

Als sinnvollste Verwendung der Einnahmen aus dem Blitzermarathon geben über 36 Prozent der Ostdeutschen den Straßenbau- und die Sanierung sowie die Verbesserung der Infrastruktur an. Bei den Befragten aus den alten Bundesländern sehen das hingegen nur rund ein Viertel genauso. Auf Platz 2 der sinnvollsten Verwendungen aus Sicht aller Befragten rangieren mit 18,5 Prozent wohltätige, gemeinnützige und soziale Zwecke. Auf Platz 3 folgt mit 11 Prozent die Verwendung für Verkehrssicherheit.


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