22.09.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bundeswehr will Kurden mit weiteren Waffen versorgen

Bundeswehr will Kurden mit weiteren Waffen versorgen

Regierung bestätigt entsprechende "Bitten" aus Erbil

Die Bundesregierung bereitet einem Medienbericht zufolge weitere Waffenlieferungen an die kurdischen Peschmerga im Nordirak vor.

Berlin - Wie "Spiegel Online" berichtete, bat die Kurdenführung die Bundesregierung kürzlich offiziell um weitere Hilfe. Konkret wünschten sich die Kurden demnach mehr Sturmgewehre sowie Munition für die bereits gelieferten deutschen Waffen. Im Verteidigungsministerium werde bereits geprüft, welche und wie viele Waffen man den Kurden zur Verfügung stellen könnte und was die Bundeswehr verfügbar auf Lager hat, hieß es in dem Bericht.

Die Bundesregierung bestätigt den Angaben zufolge die Wünsche aus Erbil. In einer Antwort an den Linken-Abgeordneten Jan van Aken heißt es demnach, die Bundesregierung prüfe "aufgrund von Bitten irakischer Stellen eine Fortsetzung der Ausrüstungshilfe" für den Kampf der Kurden gegen den "Islamischen Staat" (IS). Aus dem Wehrressort von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hieß es demnach, es läge zwar keine konkrete Liste vor. Allerdings gebe es die Bereitschaft, weiter zu helfen.

Van Aken kritisierte die Pläne für weitere Lieferungen scharf: "Es kann nicht wahr sein, dass die Bundesregierung noch mehr Waffen liefern will, während jetzt schon die ersten Flüchtlinge erfrieren." Er forderte eine Aufstockung der humanitären Hilfe und warnte zudem vor einer gefährlichen Entwicklung. "Eine zu starke Aufrüstung der Kurden ist gefährlich für die Stabilität des Irak", sagte der Linken-Politiker dem Nachrichtenportal.

(xity, AFP)


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