Bundestagspräsident Schäuble lernt durch Diskussionen mit eigenen Kindern dazu

Austausch über neue Ansichten zu Rollenbildern und Homosexualität

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht alte Weltsichten durch die Diskussionen mit seinen erwachsenen Kindern immer wieder in Frage gestellt. "Ich lerne, dass viele Auffassungen, die wir hatten, so nicht mehr stimmen", sagte er der "Zeit".

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) sieht alte Weltsichten durch die Diskussionen mit seinen inzwischen längst erwachsenen Kindern immer wieder infrage gestellt. "Ich lerne, dass viele Auffassungen, die wir hatten, so nicht mehr stimmen", sagte Schäuble der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Das betreffe etwa das Verhältnis von Männern und Frauen oder das Thema Homosexualität.

"Darüber dachte meine Generation in der Regel noch sehr anders", fügte der ehemalige Bundesminister und CDU-Bundesvorsitzende an. Das Umdenken sei ihm allerdings nicht schwergefallen. So habe er viele homosexuelle Menschen gekannt und auch erlebt, "wie schwer sie es oft hatten, wie lange viele gehadert haben, sich zu outen".

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