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Bundestag startet Debatte über Organspende

Kritik an Spahns Vorschlag zu Widerspruchslösung

Der Bundestag hat am Mittwoch, 28. November 2018, mit der Debatte über eine mögliche Neuregelung bei der Organspende begonnen.

Berlin - Dabei ging es auch um den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), die doppelte Widerspruchslösung einzuführen. Sie sieht vor, dass jeder grundsätzlich als Spender gilt, wenn er dem nicht ausdrücklich widersprochen hat. Als zusätzliche Hürde werden, wenn kein Widerspruch vorliegt, die Angehörigen gefragt.

Bislang muss die ausdrückliche Zustimmung des potenziellen Spenders vorliegen. Zum Auftakt der Debatte wandte sich die CDU-Abgeordnete Karin Maag gegen die Einführung einer Widerspruchslösung. "Der freiheitliche Staat darf keine Entscheidungspflichten schaffen", sagte sie. Es müsse bei einer bewussten und freiwilligen Entscheidung über die Organspende bleiben.

Demgegenüber warb SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach für die Widerspruchslösung. Länder mit einer entsprechenden Reglung hätten deutlich mehr Organspenden. Es werde niemand zum Spenden gezwungen, betonte Lauterbach. Aber jeder solle sich mit der Frage beschäftigen müssen.

(xity, AFP)


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