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Bundestag billigt Bundeswehrmission für Zentralafrika

Neben Einsatz von Soldaten auch zivile Transportflüge

Soldaten der Bundeswehr werden in einen weiteren Auslandseinsatz entsandt.

Berlin - Der Bundestag erteilte ein Mandat, das die Entsendung von bis zu 80 deutschen Soldaten zur Unterstützung der EU-Mission in der Zentralafrikanischen Republik vorsieht. Sie sollen im Rahmen der Überbrückungsmission EUFOR RCA den Einsatz von Soldaten der Afrikanischen Union (AU) in dem Bürgerkriegsland unterstützen. In namentlicher Abstimmung stimmten bei drei Enthaltungen 514 Abgeordnete für und 59 Parlamentarier gegen den bis Februar 2015 befristeten Einsatz.

Der deutsche Beitrag besteht in erster Linie aus der Bereitstellung von Kapazitäten für den Lufttransport. Die Bundeswehr soll dabei wenn nötig den Transport von Verwundeten übernehmen. Dazu kommen einige Soldaten im strategischen Hauptquartier der EU-Mission im griechischen Larissa sowie im operativen Hauptquartier in der zentralafrikanischen Hauptstadt Bangui.

Darüber hinaus finanziert Deutschland weitere Transportflüge nach Bangui. Diese werden im Auftrag der Bundesregierung von einem zivilen Anbieter übernommen, der Maschinen des Typs Antonow AN 124-100 zur Verfügung stellen soll. Deutsche Soldaten sind an diesen Transportleistungen nicht beteiligt.

Bisher sind rund 6000 AU-Soldaten und etwa 2000 französische Soldaten in Zentralafrika im Einsatz. Die EU-Überbrückungsmission soll bis zu 800 Soldaten umfassen. Ab Mitte September soll dann eine knapp 12.000 Mann starke Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen in das Land entsandt werden. Hierfür gab der UN-Sicherheitsrat am Donnerstag grünes Licht.

Zentralafrika wird seit rund einem Jahr von ausufernder Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Bevölkerungsgruppen beherrscht. Im März 2013 stürzte ein Putsch gegen den damaligen Staatschef François Bozizé das Land in eine Spirale der Gewalt. Seither wurden tausende Menschen getötet.

(xity, AFP)


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