Bundesregierung billigt Gesetz für Transplantationsregister

Daten von Spendern und Empfängern werden zentral erfasst

Patienten sollen künftig größere Chancen haben, ein Spenderorgan zu bekommen: Das Bundeskabinett billigte den Gesetzentwurf zur Errichtung eines bundesweiten Transplantationsregisters.

Berlin -Darin sollen erstmals Daten von verstorbenen Organspendern, Organempfängern und Lebendspendern zentral zusammengefasst und miteinander verknüpft werden.

Die Daten der Organempfänger und der lebenden Organspender werden nur mit ihrer ausdrücklichen Einwilligung an das Transplantationsregister übermittelt. Die Einrichtung wird unter der Aufsicht der Datenschutzbeauftragten Andrea Voßhoff stehen.

Die Übermittlung der transplantationsmedizinischen Daten an das Transplantationsregister wird auf der Grundlage eines bundesweit einheitlichen Datensatzes erfolgen. Dieser Datensatz soll parallel zum Gesetzgebungsverfahren erarbeitet werden, um eine möglichst zügige Aufnahme der Arbeiten des Transplantationsregisters sicherzustellen.

"Mehr als 10.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan", erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). "Doch die Zahl der gespendeten Organe reicht bei Weitem nicht aus, allen Betroffenen zu helfen."

(xity, AFP)