Bundespolizei geht gegen Schleuserbande in Niedersachsen und Rheinland-Pfalz vor

Elfköpfige Gruppe soll zahlreiche Syrer eingeschleust haben

Mit einer Razzia ist die Bundespolizei gegen eine Bande von Schleusern vorgegangen. Insgesamt wurden neun Wohnungen im niedersächsischen Leer und ein Objekt in Schweich in Rheinland-Pfalz durchsucht, wie die Bundespolizei in Bad Bentheim mitteilte.

Mit einer Razzia ist die Bundespolizei am Mittwoch gegen eine Bande von Schleusern vorgegangen. Insgesamt wurden neun Wohnungen im niedersächsischen Leer und ein Objekt in Schweich in Rheinland-Pfalz durchsucht, wie die Bundespolizei in Bad Bentheim mitteilte. Im Einsatz waren etwa 260 Beamte, darunter auch Spezialkräfte.

Seit März wurde gegen eine elfköpfige Gruppe ermittelt. Ihnen wird gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung von Ausländern, Ausweismissbrauch, unerlaubte Einreise und Geldwäsche vorgeworfen. Bei der Razzia wurden umfangreiches Beweismaterial beschlagnahmt und ein tatverdächtiger 34-Jähriger Syrer verhaftet.

Dem Mann wird vorgeworfen, als Kopf der international agierenden Bande die Einschleusung zahlreicher syrischer Staatsangehöriger nach Deutschland beziehungsweise in europäische Nachbarländer organisiert zu haben. Die Beschuldigten stehen im Verdacht, sich in "nicht unerheblichen Umfang" bereichert zu haben.

© 2021 AFP