17.07.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Bundespolizei deckt Einschleusung auf

Bundespolizei deckt Einschleusung auf

Verdacht am Düsseldorf Airport bestätigt

Bundespolizei deckt Einschleusung eines Kindes am Flughafen Düsseldorf auf.

Düsseldorf - Am Karnevalssonntag wurde im Rahmen einer lagebildabhängigen Befragung eine syrische Familie (44-jähriger Mann, 33-jährige Frau und 8-jähriges Kind) von Beamten der Bundespolizei am Düsseldorfer Flughafen angesprochen, die offenbar zuvor aus Griechenland kommend eingereist war. Im Rahmen einer Befragung kamen, insbesondere auf Grund des Verhaltens des Kindes, erste Zweifel auf, dass es sich hier tatsächlich um eine Familie handelt. Die Beamten prüften die vorgelegten syrischen Reisedokumente, die allesamt griechische Aufenthaltstitel beinhalteten und stellten die Echtheit fest.

Die Polizeibeamten hatten jedoch weiterhin Zweifel, da das augenscheinliche Lebensalter des Kindes (-8- Jahre), nicht mit den Geburtsdaten im syrischen Kinderausweis(-4-Jahre) übereinstimmte. Auf
Fragen und Antworten, die über einen griechischen Sprachmittler an das Kind gestellt wurden, erhärtete sich der Verdacht auf ein Schleusungsverfahren. Die angebliche Familie wurde zur Dienststelle
verbracht, um den Verdachtsmoment nachzugehen.

Bei einer weiteren Befragung mit Hilfe eines Dolmetschers räumten die Erwachsenen ein, dass es sich bei dem Kind nicht um ihr eigenes, leibliches Kind handelt. Auch das achtjährige Kind gab gegenüber den Beamten an, dass diese Personen dafür bekannt seien, Menschen von Griechenland nach Deutschland zu schleusen. Erste Ermittlungen der Bundespolizei ergaben, dass das Kind für einen Geldbetrag, in bis jetzt noch unbekannter Höhe, von Griechenland nach Deutschland verbracht und hier an Verwandte übergeben werden sollte.

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf ordnete der zuständige Richter Untersuchungshaft für die syrischen Staatsangehörigen an. Das Kind hingegen wurde in behördliche Obhut genommen. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei dauern an.


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